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„Hygienedemo“ in Stuttgart. Foto: Markus Riedle / AFP.
Bild: „Hygienedemo“ in Stuttgart. Foto: Markus Riedle | AFP

Grams‘ Sprechstunde | Virenleugner und Verschwörungstheoretiker

Mit „alternativen Fakten“

Virenleugner und Verschwörungstheoretiker protestieren derzeit gegen die Corona-Maßnahmen. Wie gefährlich sind solche Menschen für Medizin und Gesellschaft?

Das Coronavirus sei nur eine Lüge, sagen Virenleugner und Verschwörungstheoretiker. Für sie existiert SARS-CoV-2 gar nicht. Entsprechend müssen sie sich nicht an physical distancing oder die Mundschutz-Pflicht halten. So die Logik.

„Hygiene-Demos“ gegen Corona

Es geht dabei oft nicht nur um das aktuell kursierende Virus. Auch andere Viren werden geleugnet. Masern, Mumps, Tollwut, Pocken, Polio – alle erfunden, sagen die Virenleugner. Das kann man als wirre Spinnerei abtun. Tatsächlich aber können solche Strömungen sehr gefährlich werden. Das sehen wir auch bei den Massenprotesten, wie sie derzeit in Berlin, Stuttgart oder München stattfinden.

Virenleugner schaden nämlich oft nicht nur sich selbst, sie bringen mit ihrer Einstellung auch andere in Gefahr. Zum Beispiel, weil sie sich nicht impfen lassen oder bei einer möglichen Erkrankung andere anstecken.

David Bardens ist kein Virenleugner, im Gegenteil. Er hat sich vor einigen Jahren aber mit einem „angelegt“. Der Impfgegner und Virenskeptiker Stefan Lanka, selbst Mikrobiologe, stellte 100.000 Euro Preisgeld in Aussicht, wenn ihm jemand Quellen vorlegt, die das Masernvirus belegen. Bardens hat genau das getan – zahlen musste Lanka nach längerem juristischem Streit aber nicht.

Wie gefährlich sind Virenleugner?

Medizinerin Natalie Grams und Medizinanwalt Christian Nobmann sprechen in dieser Episode über die Gefahren von Virenleugnern. Hierfür haben sie David Bardens selbst zugeschaltet. Außerdem sprechen sie mit Pia Lamberty, sie forscht zu Verschwörungstheorien und ist die Autorin von „Fake Facts“.

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