Handydatenabfrage in Berlin – “Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis”

24.01.2012

Eigentlich wollte die Berliner Polizei mit der Auswertung von Handydaten Straftäter finden, aber gebracht hat es nichts - außer Verärgerung bei den betroffenen Bürgern und Kritik seitens einiger Politiker.

In Berlin wurden 4,2 Millionen Handydaten erfasst, um Straftaten aufzuklären - auch von unbeteiligten Bürgern. Foto: © Paul-Georg Meister/ pixelio.de

findet, dass die Handydatenabfrage nicht gerechtfertigt war.Hans-Christian Ströbelefindet, dass die Handydatenabfrage nicht gerechtfertigt war. 

Nach Dresden nun auch in Berlin: Die Berliner Polizei hat in den vergangenen vier Jahren massenhaft Mobilfunkdaten abgefragt, um Autobrände und politisch motivierte Straftaten aufzuklären, wie sie sagt.

Rund 4,2 Millionen Handydaten seien ausgewertet worden, gab Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses bekannt. Gebracht hat es trotzdem nichts – es konnten bis jetzt keine Verdächtigen ermittelt werden.

Der Grünen-Politiker und Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele bezweifelt die Rechtmäßigkeit der Datenabfrage. Sein Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg ist ebenfalls von der Funkzellenabfrage betroffen. Hören Sie hier das Interview mit ihm:

Nicht alles, was man machen kann, darf man auch machen. (Hans-Christian Ströbele)