Meine Daten gehören mir – Debatte um Vorratsdatenspeicherung geht weiter

09.09.2011

In Norwegen gibt es die Vorratsdatenspeicherung seit knapp einem halben Jahr. Die Anschläge vom 22. Juli 2011 konnten damit jedoch nicht aufgehalten werden. Es stellt sich die Frage: Wie sinnvoll ist die Speicherung von Daten überhaupt?

Gegner der Vorratsdatenspeicherung warnen vor einer “Datensammelwut” des Staates. /Foto: © Sascha Schuermann /dapd.

Welche Daten darf ein Staat von seinen Bürgern einfordern und wann geht die „Datensammelwut“ zu weit? Die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung wurde jüngst wieder angeheizt. Der Auslöser: Die Festnahme zweier Terrorverdächtiger in Berlin, die Pläne für einen Anschlag hatten. Die schwarz-gelbe Koalition streitet nun über Sinn und Unsinn der Datenspeicherung.

ist Datenschutzbeauftragter in Berlin.Alexander Dixist Datenschutzbeauftragter in Berlin. 

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lehnt eine Vorratsdatenspeicherung ab und wird daraufhin vom Unionsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder scharf kritisiert. Die Festnahme in Berlin zeige, dass die Terrorgefahr in Deutschland nach wie vor hoch sei, so Kauder. Dabei geht er nicht darauf ein, dass die Terrorverdächtigen auch ohne Vorratsdatenspeicherung festgenommen werden konnten.

Ob eine Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung effektiv wäre und ob sie wirklich zu mehr Sicherheit führen könnte, erklärt Alexander Dix, der Datenschutzbeauftragte in Berlin bei detektor.fm im Interview.