Mikrokontrolle | Visuelles Programmieren mit Block-Editor

Pink-türkiser Programmcode

19.05.2017

In Teil zwei unserer Minicomputer-Serie beginnen wir mit dem Programmieren und zwar ohne eine Zeile Code zu schreiben. Stattdessen benutzen wir einen grafischen Editor.

Mikrokontrolle – lernen mit Minicomputern. Ein detektor.fm-Podcast – unterstützt von der Deutsche Telekom Stiftung


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Die Deutsche Telekom Stiftung unterstützt den Podcast.

Wir alle kennen die Bilder aus dem Fernsehen. Es muss mal wieder ein Computerthema bebildert werden: ein Cyberangriff oder ein Suchmaschinenalgorithmus. Über den Fernsehschirm flimmern grüne Buchstaben auf schwarzem Grund. Die Schriftart ist hässlich, die Worte unverständlich. So stellen sich viele Programmcode vor.

Und damit haben sie nicht ganz Unrecht. Denn Quellcode ist für Laien kaum lesbar und professionelle Programmierumgebungen haben zum Teil wenig optischen Schnickschnack. Das bedeutet aber nicht, dass wir so spartanisch mit dem Programmieren anfangen müssen.

Visueller Block-Editor

Ein so genannter Block-Editor erleichtert Programmier-Neulingen den Start in die digitale Selbstständigkeit. Das sind Programme zum Programmieren, in denen man keinen bis sehr wenig Text tippen muss. Stattdessen zieht man in einem Block-Editor die Bauteile seines Programms mit der Maus herum und steckt sie ineinander.

  • Per USB wird das Programm auf den Calliope Mini überspielt. Er erscheint wie ein USB-Stick am Rechner.
  • So sehen die Blöcke des Kühlschranktests aus.
  • Das Programm zur Anzeige der Schüttelstärke entsteht.

Im Hintergrund generiert der grafische Editor Programmcode. Anders gesagt: Das, was mit der Maus zusammengestöpselt wird, lässt sich eins zu eins in eine Programmiersprache übersetzen.

Vorstufe zum Coden

Das ist auch der Grund, weshalb das Programmieren mit einem grafischen Block-Editor nicht bloß Spielerei, sondern ein echtes Herantasten ans Programmieren ist. Man lernt, Anwendungen zu konzipieren. Eine Aufgabe, die der Computer lösen soll, muss der Mensch vorher in für den Rechner bearbeitbare Schritte zerlegen. Eine essenzielle, aber keine ganz einfache Aufgabe.

Das ist eine intuitive Sache. Das ist auch der Teil beim Programmieren, der mir deutlich mehr Spaß macht als die Umsetzung danach. – David Eradi, Softwareentwickler und der Mentor in dieser Mikrokontrolle-Folge

Ob man per Textbefehl oder mit bunten Blöcken dem Computer die Programmabläufe verständlich macht, ist letztlich egal.

In Folge zwei von Mikrokontrolle – Lernen mit Minicomputern schiebt Thibaud Schremser mit seinem Freund David, einem Profi-Programmierer, Blöcke hin und her und lässt sich von ihm erklären, wie man ein Programm entwirft.


Mikrokontrolle gibt es als Podcast. Alle Episoden direkt bei Apple Podcast, Deezer oder Spotify hören.


Mit Musik von Chris Zabriskie: Mario Bava Sleeps In a Little Longer Than He Expected To und I Am Running with Temporary Success from a Monstrous Vacuum in Pursuit, lizensiert unter CC BY.