Mit Verschlüsselung sicher gegen NSA und Hacker?

Ob Mail oder Smartphone: verschlüsseln ist gar nicht schwer

23.06.2014

Viele predigen es seit Jahren, inzwischen erhalten sie damit auch zunehmend Gehör: mit der Forderung "Verschlüsselt Eure Daten!" Ob das wirklich so einfach ist, wie von den Experten behauptet, erklärt Informatiker Klaus Schmeh.

Die Verschlüsselungsmaschine Enigma galt lange Zeit als besonders sicher - bis sie schließlich geknackt wurde.

Foto: Enigma Machine (Bletchley Park) von Tim Gage bei Flickr Lizenz: CC BY-SA 2.0

Es klingt eigentlich zu schön, um wahr zu sein: Kostenloses Programme aus dem Internet herunterladen, installieren, ein paar Minuten einrichten – und schon ist all meine Kommunikation verschlüsselt. Weder der neugierige Nachbar noch die NSA, sondern nur noch ich und der oder die von mir vorgesehene Empfänger/-in können meine Nachricht lesen – so das Versprechen.

Dass das mit der Verschlüsselung in der Realität dann doch nicht so einfach ist und selbst Profis ihre Probleme haben, wird in schöner Regelmäßigkeit bekannt: ein Programmierfehler zerstört weltweit die Grundlage für verschlüsselte Kommunikation und selbst eBay wird  Opfer eines Hackerangriffs.

Verschlüsselung als digitale Selbstverteidigung

Obwohl selbst große Unternehmen immer wieder erfolgreich angegriffen werden,  sollten so viele digitale Daten wie möglich verschlüsselt werden. Um die NSA zu ärgern – und weil die Chancen gut stehen, dass heutige Verschlüsselungsmethoden gut genug sind, um eine Weile nicht geknackt zu werden.

Das sagt zumindest Klaus Schmeh. Er ist Informatiker, schreibt seit 20 Jahren Artikel und Bücher zum Thema Verschlüsselung und beschäftigt sich in seinem Blog „Klausis Krypto Kolumne“ am liebsten mit historischer Verschlüsselungstechnik.

Foto: cryptovision / Kai Oliveras-Zbick"Im Interesse von uns allen sollten wir möglichst viel Verschlüsselung anwenden."Klaus Schmehschreibt und bloggt seit 20 Jahren über Verschlüsselungstechniken.