Netzhelden | Schluss machen per Webseite

Einmal Trennung bitte!

16.11.2015

Ob per SMS, Facebook-Nachricht oder Telefon: inzwischen gibt es genug Möglichkeiten, unpersönlich mit jemandem Schluss zu machen. Die kanadische Webseite "The Breakup Shop" setzt dem Ganzen in Punkto Unpersönlichkeit allerdings die Krone auf: Denn gegen Geld machen die Betreiber hier für ihre Kunden mit deren Partnern Schluss. Bizarr, aber doch Teil der Realität.

Trennung als „Dienstleistung“

Schluss machen ganz einfach. Das versprechen die Macher der Webseite „The Break Up Shop“.  Die beiden Gründer bieten gegen Geld an, per SMS, Brief oder Telefon für ihre Auftraggeber deren Beziehungen zu beenden.

Eine SMS mit dieser „Dienstleistung“ fängt bei zehn US-Dollar an. Rund 30 Euro kostet ein persönlicher Anruf. Als Aufmunterung bietet „The Breakup Shop“ den Trennungsopfern zusätzlich eine Geschenkebox an, in der unter anderem Kekse und ein Liebesfilm enthalten sind.

Bekanntes Pop-Kultur-Thema

Ein bisschen erinnert das Ganze an Filme wie „Up in the Air“ mit George Clooney oder „Schlussmacher“ von Matthias Schweighöfer. In beiden Filmen wird ein Trennungs-Service angeboten: im ersten Fall für berufliche Kündigungen und im zweiten für persönliche Trennungen.

Menschen, die von „The Breakup Shop“ angerufen werden, reagieren oft perplex, halten den Anruf für einen Scherz. Auch dieser Testanruf löst Unverständins aus:

Expansion möglich

Bisher gibt es „The Breakup Shop“ nur in Kanada und in den USA. Sollte das Konzept jedoch erfolgreich sein, wollen die beiden Brüder ihre Dienste auch in anderen Ländern anbieten. In Deutschland gibt es eine vergleichbare Webseite bisher nicht, etwas Vergleichbares existiert nur in Form einer Spaß-Webseite.

Über die umstrittene Website „The Breakup Shop“, ihre Gründer und ob das Ganze realistische Zukunftsaussichten hat, hat detektor.fm-Moderator Thibaud Schremser mit ze.tt-Redakteur Manuel Bogner gesprochen.

Manuel BildIch glaube nicht, dass sich das durchsetzt.Manuel Bogner ist nicht überzeugt von "The Breakup Shop". 

Redaktion: Mirjam Ratmann