piqd-Spezial | Die neue digitale Öffentlichkeit

Was kommt nach der post-faktischen Kernschmelze?

19.07.2017

Gesellschaftliche Debatten finden immer häufiger im Netz statt: Eine neue digitale Öffentlichkeit hat sich formiert. Dabei ändern sich die Regeln, nach denen sie funktioniert, stetig.

piqd-Schwerpunkt: Die neue digitale Öffentlichkeit

Wie manipulieren uns Designer im Netz? Wie verändern soziale Medien die Idee des Nationalstaats? Und auf welchen Plattformen konzentriert sich die meiste Macht?

In einer fünfteiligen Mini-Serie suchen unsere Kollegen von piqd Antworten auf diese Fragen. Wir bündeln hier alle Folgen der Mini-Serie „Die neue digitale Öffentlichkeit“:

Folge 1 Imagined Communities

In der ersten Folge spricht Barbara Streidl mit piqer Frederik Fischer über „Immagined Communities“. Damit ist die Idee gemeint, dass Nationen nicht natürlich gewachsen, sondern konstruiert sind. So sieht es zumindest der Politikwissenschaftler Benedict Anderson in seinem gleichnamigen Buch aus dem Jahre 1983:

Folge 2 Gibt es noch einen freien Willen im Netz?

In der zweiten Folge spricht Barbara Streidl mit dem Technikphilosophen Mads Pankow über das Comeback des Behaviorismus im Netz. Wie manipulieren uns die App-Designer? Und gibt es den freien Willen im Netz noch?

Folge 3 – Sind Fake-News Bullshit?

Wie geht es weiter nach der post-faktischen Kernschmelze? Das ist die Frage, der Katrin Rönicke in der dritten Folge nachgeht. Ihr Gesprächspartner ist Christian Fahrenbach – Journalist und Co-Gründer von Krautreporter. Er spricht über ein Phänomen, dass der Philosoph Harry G. Frankfurt in seinem Buch “On Bullshit” beschrieben hat. Dem “Bullshitter” ist per Definition der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge egal. Trotzdem wird er eher akzeptiert und kann fast machen was er will.

 

Folge 5 – Was kann die Politik machen?

Das letzte Jahr hat gezeigt: Die Plattformen werden ihrer Verantwortung nicht gerecht. Folglich ist die Politik gefragt. Aber kann die wirklich helfen? Katrin Rönicke sucht die Antwort darauf im Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten und Piqern Konstantin von Notz (B90/Grüne), Thomas Jarzombek (CDU) und piqd-Chefredakteur Frederik Fischer.

Es geht um Fake News, das Recht auf Gegendarstellung im Netz und der möglichen Umsetzung in Deutschland und Europa. Hat die Politik überhaupt einen Plan, ja, Ahnung von der neuen Digitalen Öffentlichkeit? Und reicht eine neue rechtliche Regelung aus oder bedarf es gar einer staatlichen Regulierung? Die Lösung scheint aus mehreren Teilen zu bestehen, auch die Förderung von Medienkompetenz und -bildung spielt eine wichtige Rolle.


Diese fünfteilige Reihe ist Teil einer Medienpartnerschaft mit piqd. Das Projekt wurde im Rahmen von Googles Digital News Initiative gefördert.