Pokémon Go, das Tech Open Air in Berlin, Mathe im Alltag

"Ein Traumato versperrte mir den Weg in den Fahrradkeller."

12.07.2016

Die App "Pokémon Go" hält die Welt in Atem, das Tech Open Air startet in Berlin und ein Mathematiker setzt sich dafür ein, dass moderne Menschen wieder Mathe pauken. Die Digitalthemen der Woche mit Domenika Ahlrichs von WIRED Germany.

„Pokémon Go“ – Komm und schnapp sie dir!

Erwachsene suchen im hohen Gras nach Pokémon. Und das nicht auf dem Gameboy oder Nintendo DS, sondern in Berlin, Hamburg, Leipzig und Köln. Die Smartphone-App „Pokémon Go“ macht’s möglich und begeistert Millionen. Schon jetzt ist das Augmented-Reality-Spiel erfolgreicher als Tinder und wird bald mehr tägliche Nutzer als Twitter haben.

Tech-Talk unter freiem Himmel

Anstatt in Konferenzhallen zu schwitzen, werden von Mittwoch bis Freitag Technikbegeisterte aus aller Welt auf dem Tech Open Air in Berlin zusammenkommen, um im Freien über 80 Speaker-Vorträgen zu lauschen. Die Panels tragen interessante Titel wie „How to find your calling (using Cannabis)“, „Music as Precision Medicine“ und „The Creative Paradox: Cooking Sheep“.

Mehr Mathe in der Gesellschaft

Die binomische Formeln, der Satz des Pythagoras und die PQ-Formel: was für die einen wichtige Grundsätze des Lebens sind, haben andere längst vergessen. Viele verlieren ihre Wissbegierigkeit in Punkto Mathematik in der Schule. Der Mathematiker Günther Ziegler von der Freien Universität Berlin prangert das an. Erst durch erweiterte Mathematikkenntnisse könne man moderne Phänomene wie App-Algorithmen oder den Wetterbericht verstehen. Er sucht die Schuld aber nicht bei den Schülern, sondern bei den Schulen: Den deutschen Mathe-Unterricht findet er auf dem Stand des 19. Jahrhunderts.

Über die Digitalthemen der Woche hat detektor.fm-Moderator Christian Eichler mit Domenika Ahlrichs gesprochen. Sie ist stellvertretende Chefredakteurin bei WIRED Germany.

Foto: Wolfgang Spahr"Pokémon Go ist im Augenblick noch nicht in Deutschland gelauncht. Da kommen die Leute nur über verschlungene Wege dran. Das sind keine wirklich sicheren Verbindungen."Domenika Ahlrichsist stellvertretende Chefredakteurin bei WIRED Germany.