PRISM-Skandal: Das laute Schweigen der Piraten

19.07.2013

Der NSA-Skandal ist eine Steilvorlage für eine netzaffine Partei - doch die Piraten würden die Chance nicht nutzen. So las man es dieser Tage. Genauer betrachtet könnte es aber genau andersrum sein. Blenden die Medien die Piraten einfach nur aus?

ist seit 2009 Mitglied der Piratenpartei.Daniel Schwerdist seit 2009 Mitglied der Piratenpartei. 

“Liebe Presse, ich habe Hals!” Mit diesen Worten beginnt ein Blogeintrag des nordrhein-westfälischen Landtagsabegordneten Daniel Schwerd.

Die Geschichte mutet etwas skurril an: Die Presse wirft den Piraten vor, beim Thema PRISM nur untätig rumzustehen. Schwerd sieht das anders: Die Presse interessiere sich nicht für die zahlreichen Anti-PRISM-Aktionen der Partei.

Schlimmer noch: die Aktionen und Stellungnahmen der Piraten wolle man nicht verbreiten – aber Interviews, warum man von den Piraten denn genau jetzt nichts höre, die hätte man ganz gern. So will es Daniel Schwerd erlebt haben.

Bürgerrechte im Internet sind ein Kernthema der Piraten. So waren die Piraten auch schon bei zahlreichen Anti-PRISM-Demonstrationen vertreten und haben verschiedene Anfragen im nordrhein-westfälischen Landtag gestellt. Doch tatsächlich: es scheint, niemand berichtet darüber.

Was die Gründe dafür sein könnten und wie sich der Vorwurf aus Sicht der Piratenpartei gestaltet, darüber haben wir mit Daniel Schwerd besprochen. Er sitzt für die Piraten im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Da ist mir dann ein wenig die Hutschnur geplatzt. – Daniel Schwerd