Protest in Deutschland: Vom Netz zurück auf die Straße?

17.01.2014

Politischer Aktivismus 2.0 - durch das Internet kann jeder von Zuhause aus Teil einer politischen Bewegung sein. Aber kann Online-Aktivismus Straßenprotest ersetzen?

Die Occupy-Proteste waren eine der letzten größere Protestbewegung. Politische Willensbekundungen finden vermehrt im Netz statt. Foto:  Oliver Hallmann/flickr.com

beschäftigt sich seit Jahren mit Protesten und sozialen Bewegungen. Foto: David Ausserhofer.Simon Teunebeschäftigt sich seit Jahren mit Protesten und sozialen Bewegungen. Foto: David Ausserhofer. 

Ob Femen, Anti-Atomkraft-Bewegung oder Stuttgart 21 – Protestgruppen gibt es viele. Sie nutzen unterschiedliche Formen für ihren Protest, von provokanten Einzelaktionen über Großdemonstrationen bis hin zur Sitzblockade.

In den vergangenen Jahren lässt sich verstärkt beobachten, dass Menschen vom Sofa aus politisch aktiv werden. Viele Online-Portale bieten die Möglichkeit, Forderungen ohne großen Aufwand zu verbreiten. OpenPetition, avaaz oder change.org, die Liste der Anbieter ist lang. Zeigen diese Formen von Protest auch reale Wirkung? Oder ist es für eine erfolgreiche Protestbewegung unerlässlich, auf die Straße zu gehen?

Simon Teune, Soziologe und Vorstandsmitglied im „Verein für Protest- und Bewegungsforschung“, beantwortete uns diese Fragen.

Es gibt den Versuch, beide Formen zu integrieren. Zum Beispiel eine Organisation wie Campact versucht, die Leute, die bei ihnen Unterschriften unter Online-Petitionen setzen, eben auch auf die Straße zu bringen. – Simon Teune.