Tempora-Skandal: Rechtsanwalt mahnt britischen Geheimdienst ab

28.06.2013

Die Enthüllungen von Edward Snowden zeigen: Wir werden überwacht. Ein deutscher Anwalt geht jetzt dagegen vor. Doch was bringt seine Aktion?

ist Rechtsanwalt, Blogger und Mitglied der Piratenpartei. Foto: Dorothee RietzMarkus Kompaist Rechtsanwalt, Blogger und Mitglied der Piratenpartei. Foto: Dorothee Rietz
 

Die Enthüllungen von Edward Snowden haben einen Überwachungsapparat offenbart, der nicht von ungefähr Erinnerungen an George Orwell weckt. Vor allem der britische Geheimdienst hat über Jahre Emails und Daten abgefangen und auch zwischengespeichert.

Das könnte dem GCHQ jetzt zum Verhängnis werden, oder aber zumindest für ein wenig Ärger sorgen. Denn der Münsteraner Anwalt Markus Kompa denkt, dass auch sein Emailverkehr mit einem Journalisten überwacht worden ist. Das pikante: darunter befindet sich eine Zeichnung, sprich ein urheberrechtlich geschütztes Kunstwerk.

Das hat Kompa zum Anlass genommen, das GCHQ abzumahnen. Der Anwalt hat den Geheimdienst aufgefordert, bis Freitagmittag eine Unterlassungserklärung abzugeben. Eine Reaktion hat er nicht bekommen.

Was sich Markus Kompa von seiner Aktion erhofft, haben wir mit ihm besprochen:

Ich muss jetzt Verbündete suchen und versuche, die Regierung mit ins Boot zu holen. – Markus Kompa