Richter weisen Klage gegen Adblock Plus zurück

Adblock Plus: Weiter werbefreie Zone

22.04.2015

Wir kennen sie wohl alle, ganzseitig animierte Werbeanzeigen, die einem im Internet die Sicht versperren. Für viele erscheint das Programm Adblock Plus dagegen das perfekte Mittel zu sein. Während sich viele Nutzer freuen, klagen Medienhäuser wie Zeit Online und Handelsblatt gegen den Adblock-Plus-Betreiber Eyeo. Denn sie verdienen deshalb weniger Geld. Nun hat das Landgericht Hamburg geurteilt und die Klage gegen Adblock Plus in allen Punkten zurückgewiesen.

Klage gegen Adblock Plus

Kaum einer liebt Werbung. Aber Werbebanner auf Webseiten gehören für viele kostenfreie Anbieter zu den entscheidenden Einnahmequellen. Das Open-Source Projekt Adblock Plus hat sich als Programm vom Blockieren von Werbung schnell im Netz etabliert. Durch den Werbeblocker können Nutzern Werbung ausblenden. Damit können die Betreiber aber auch weniger Anzeigen ausspielen und deshalb verdienen sie weniger Geld.

Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht

Aus diesem Grund haben die Medienhäuser Zeit Online und Handelsblatt vor dem Landgericht Hamburg gegen den Adblock-Plus-Betreiber Eyeo geklagt. In dieser Woche ist nun das Urteil verkündet worden: Die Klagepunkte gegen das Unternehmen sind in allen Punkten abgewiesen worden.

Es sind noch mindestens drei andere Verfahren anhängig und das es vor dem Landgericht zu Gunsten Eyeos ausgeht, war im Prinzip zu erwarten. – Torsten Kleinz, Journalist

Drei weitere Verhandlungen folgen

Die Medienunternehmen möchten gern, dass ihre Werbung die Nutzer auch erreicht. Deshalb ist damit zu rechnen, dass noch mindestens drei weitere gerichtliche Verhandlungen gegen Eyeo dem aktuellen Urteil folgen werden. Wir haben über den Streit zwischen Medienunternehmen und Adblock Plus mit dem Journalisten Torsten Kleinz gesprochen.

Torsten Kleinz PressebildAuf dem Verhandlungsweg zwischen den Prozessgegnern sehe ich derzeit keine Möglichkeit der Vermittlung.Torsten Kleinzist Journalist für die Bereiche Wirtschaft, Internet und Verbraucher. Foto: privat 

Redaktion: Hannah Ziegler