Social-Media als Propagandamittel

Wie Bilder und Videos auf ihre Echtheit überprüfen?

06.08.2014

Ob Ukraine, Gaza oder Syrien: täglich erreichen uns Nachrichten aus diesen Krisengebieten. Heutzutage funktioniert das oft über Facebook und Twitter. Aber wer stellt eigentlich sicher, dass die Informationen dort auch stimmen?

Die Krisenberichterstattung wird von der Macht der Bilder dominiert. Ohne die hätten wir oft nichtmal eine Idee davon, was vor Ort los ist.

Früher holte sich ein Journalist die Informationen für seine Story von Presseagenturen.  Heute landen die Bilder und Inhalte oft  direkt auf Facebook, Instagram oder Twitter. Die Echtheit der Informationen dort lässt sich aber eher schwer überprüfen.

Das macht es gerade auch für Konfliktparteien einfacher, bewusst falsche Berichte zu verbreiten und dadurch die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Umso wichtiger ist es, dass Journalisten die Echtheit überprüfen, bevor sie sich auf  Informationen aus sozialen Netzwerken verlassen.

Wie das genau funktioniert kann, darüber haben wir mit dem Journalisten Konrad Weber gesprochen. Er ist Multimedia-Redakteur in der Newsredaktion von SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) und hat sich auf die Verifikation von Social-Media Inhalten spezialisiert.

Konrad Weber JournalistIn den sozialen Netzwerken wird fast schon eine Propagandaschlacht zwischen Konfliktparteien geführt.Konrad WeberMultimediaredakteur bei Radio und Fernsehen Schweiz 

Am praktischen Beispiel

Wie diese Verifikation an einem konkreten Beispiel funktioniert, verdeutlicht das folgende Video. ZDF-Redakteur Dara Hassanzadeh zeigt, wie er Youtube-Videos aus dem syrischen Krisengebiet auf ihre Echtheit überprüft: