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In sozialen Netzwerken, wie Instagram, werden Sprachnachrichten immer häufiger genutzt. Foto Lenka Horavova | Shutterstock
Bild: Lenka Horavova | shutterstock.com

Sprachnachrichten: Eine neue Art der Kommunikation?

Wie wir uns online unterhalten

Soziale Medien sind das Kommunikationsmittel der Stunde. Voll im Trend liegen aber vor allem Sprachnachrichten. Warum ist das so?

Online kommunizieren

Die Frage „Bist du bei Instagram?“ ist das neue „Kriege ich deine Telefonnummer?“.  Jahrelang haben Forscher darüber gesprochen, wie das Schreiben die Kommunikation beeinflusst. Inzwischen sieht man in den Innenstädten aber wieder vermehrt Menschen, die in ihre Telefone sprechen.

WhatsApp und Facebook haben Sprachnachrichten schon länger eingeführt. Aber auch Instagram hat sie nun für sich entdeckt.  Aber warum sprechen wir jetzt wieder mehr? Junior-Professor Sven Stollfuß forscht zu digitaler Medienkultur an der Universität Leipzig.

Sven Stollfuß - forscht an der Universität Leipzig zu Digitaler Medienkultur.

forscht an der Universität Leipzig zu Digitaler Medienkultur.
Bei einer Sprachnachricht stellt sich der Effekt wieder mehr Richtung zwischenmenschliche Kommunikation ein. Weil die Art der Emotionalität sich stärker über Sprache vermitteln lässt als über reine Textnachrichten.Sven Stollfuß

Sprachnachrichten Zurück zum Ursprung?

Obwohl Sprachnachrichten persönlicher und emotionaler sind, als zu schreiben, glaubt Sven Stollfuß nicht, dass sich die Nutzer vom Smartphone weg bewegen. Sondern eher im Gegenteil: Das Handy wird wichtiger im Leben der Menschen. Indem die Anbieter ihr Angebot erweitern, kommen immer mehr Nutzer hinzu. Vor allem auch, weil auf Smartphones alles in einer App möglich ist.

Die Plattformen selbst bieten [in Zukunft] mehrere Medienfunktionen an, um die Attraktivität für ihre eigene Nutzung zu steigern. Sven Stollfuß

Wohin sich die Kommunikation in sozialen Medien entwickelt und warum wir jetzt wieder mehr sprechen, darüber hat detektor.fm-Moderator Philipp Weimar mit Sven Stollfuß gesprochen. Er ist Juniorprofessor für Digitale Medienkultur an der Universität Leipzig.

Redaktion: Anna Wamsler