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Status: Homeoffice | Kommunikation

Digitaler Status: Fluch oder Segen?

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten plötzlich ganze Unternehmen im Homeoffice. Eine Möglichkeit, Kolleginnen und Kollegen mitzuteilen, was man gerade macht, ist der digitale Status: verfügbar, in der Mittagspause, im Telefonat. Aber sind die Statusmeldungen wirklich hilfreich?

Hilft ein digitaler Status? Wenn Teams dieser Tage dezentral arbeiten, müssen sie eigentlich mehr kommunizieren und nicht weniger. Oft passiert das über sogenannte Team-Tools wie Slack oder andere Dienste. Der Chat mit Kollegen läuft im Grunde den gesamten Tag mit. Aber was, wenn man mal gerade nicht im Computer sitzt? Was, wenn man mal eine Pause braucht von den ständigen Nachrichten? Der digitale Status soll helfen, Kolleginnen und Kollegen transparent zu machen, was man gerade macht und wo man sich befindet.

Ich finde es nicht sinnvoll, den Status als Produktivitätsindikator zu nutzen.

Bettina Rollow, Organisationsentwicklerin

Digitaler Status muss sinnvoll sein

Aber der digitale Status soll kein Überwachungsinstrument sein. Wen das stresst, der solle sich mit seinem Team darüber austauschen, meint die Organisationsentwicklerin Bettina Rollow. Außerdem ist es sinnvoll, wenige, aber für alle geltende Statusmeldungen klar zu definieren. Und dann sei es wichtig, sich auch im Homeoffice an eine Tagesstruktur zu halten.

Wenn ich arbeite, arbeite ich. Wenn ich Pause machen, mache ich Pause. Wenn wir das so im Homeoffice halten, dann wäre der digitale Status ein totaler Segen.

Bettina Rollow, Organisationsentwicklerin

Bettina Rollow, Organisationsentwicklerin

Im Podcast „Status: Homeoffice“ spricht detektor.fm-Moderatorin Marie-Sophie Schiller mit der Berliner Organisationsentwicklerin Bettina Rollow. Sie ist Co-Autorin des New-Work-Ratgebers New Work needs Inner Work.

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