US-Wahl: Hacking, #NeverTrump, E-Mail-Affäre

Die digitale Seite der US-Wahl

08.11.2016

Heute geht in den USA ein Wahlkampf zu Ende, der auch stark von digitalen Themen bestimmt worden ist. Max Biederbeck von WIRED Germany wirft einen Blick auf die E-Mail-Affäre Hillary Clintons, das Start-Up #NeverTrump und die Möglichkeiten des Wahl-Hackings.

Fake News

Das Wort fake News bestimmt die digitale Landschaft diese Woche. Allerdings muss man sich bewusst sein, was überhaupt Fake News sind. Foto: detektor.fm | WIRED Germany

Wird die US-Wahl gehackt?

Seit seine Umfrageergebnisse abgesunken sind, hat sich Donald Trump auf ein Thema eingeschossen: die Manipulation der US-Wahl. Er wisse noch nicht, ob er das Wahlergebnis anerkennen würde, sollte Hillary Clinton neue Präsidentin der USA werden. Und auch wenn eine Wahlmanipulation Hillary Clintons wohl eine Verschwörungstheorie bleiben wird, warnen Regierungsvertreter der USA vor russischen Hacker-Angriffen. Obwohl eine Manipulation der gesamten Wahlergebnisse unwahrscheinlich ist, kam es in der jüngsten Vergangenheit zu vermehrten Angriffen auf Wähler-Registrierungs-Systeme.

#NeverTrump

Auch wenn Hillary Clinton in aktuellen Hochrechnungen vor Donald Trump liegt, so könnte der Republikaner trotzdem die Wahl für sich entscheiden. Einer, der das mit allen Mitteln verhindern will, heißt Amit Kumar, und hat die Webseite #NeverTrump gegründet, in dem Wähler ihre Stimmen tauschen sollen. Das soll dazu führen, dass Hillary Clinton die sogenannten „Swing States“ gewinnt und alternative Präsidentschaftskandidaten in demokratischen „Safe States“ besser abschneiden.

650.000 Mails in 8 Tagen

Während manch einer mit 30 E-Mails am Tag schon überfordert ist, kann das FBI über solche Zahlen nur müde lächeln. Im Fahrwasser von Hillary Clintons E-Mail-Affäre überprüfte das FBI in der letzten Woche 650.000 E-Mails der Präsidentschaftskandidatin, konnte aber nun Entwarnung geben: Keine E-Mail enthielt einen Hinweis auf kriminelle Aktivitäten. Grund genug für Donald Trump wieder eine Verschwörung zu wittern: Man könne nämlich keine 650.000 Emails in acht Tagen überprüfen.

Warum das doch funktioniert und wie Big Data genutzt wird, um Wahlprognosen zu erstellen, weiß Max Biederbeck von WIRED Germany.


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