Virtual-Reality-Therapien | Mit Roboter-Anzug lernen Gelähmte laufen

Laufen per Gedankenkraft

16.08.2016

Das "Walk Again Project" will Menschen mit Lähmung wieder zum Laufen bringen – mittels Virtual Reality-Brille, Hirnsschnittstelle und einem Exoskelett. WIRED Germany-Chefredakteur Nikolaus Roettger erklärt das faszinierende Projekt.

Fake News

Exoskelett für Gelähmte

Die aktuelle Exoskelett-Studie ist Teil des größeren „Walk Again Projects“ der Duke University in North Carolina. Dadurch sollen Menschen mit Lähmungen wieder selbstständig gehen können. Dazu nutzen die Forscher eine Mischung verschiedener Digitaltechnologien.

Im nun veröffentlichten Versuchsprojekt sind acht Probanden mit Virtual Reality-Brillen ausgestattet worden. Ein Computerprogramm simuliert darüber die Beinaktivität. Der Bewegungsimpuls wird dann über eine Hirnschnittstelle auf ein Exoskelett übertragen, das die Bewegung ausführen soll.

Nikolaus Röttger, Chefredakteur von Wired GermanyManche von denen waren schon seit Jahren querschnittsgelähmt. Und so eine starke Besserung konnte man bisher noch nicht erreichen. Nikolaus RoettgerDer WIRED Germany-Chefredakteur ist beeindruckt von der Leistung der Duke-Forscher. Foto: privat 

Vielversprechende Testergebnisse

Nach monatelangem Training waren die Probanden in der Lage, wieder klare Bewegungsimpulse zu erteilen, die der Computer erkennen kann. Somit wäre es möglich, dass sie in Zukunft durch die unterstützende Technologie wieder selbstständig gehen könnten.

Doch nicht nur die zivile Forschung beschäftigt sich mit den Exoskeletten. Seit Jahren forscht auch das Militär an unterstützenden Robotersystemen für Soldaten. In der Produktion von Rüstungsgütern etwa kommen sie schon zum Einsatz. Bereits 2018 will das US-Militär eine Kampfversion testen.

Über das Projekt der Duke-Forscher und die Zukunft, in der Menschen und Maschinen immer häufiger verbunden sein werden, hat detektor.fm-Moderator Alexander Hertel mit Nikolaus Roettger gesprochen. Er ist Chefredakteur der WIRED Germany.