Vorschlag der EU-Kommission: Von Netzneutralität zur Netzregulierung

16.07.2013

Die EU-Kommissarin will die Rechte der Netzprovider stärken. Ihnen soll zukünftig das bevorzugte Übermitteln bestimmter Inhalte erlaubt werden. Das offene Internet scheint gefährdet zu sein.

Ob nun Google oder ein kleines Blog im Browser aufgerufen wird  – die Geschwindigkeit, in der das passiert, ist immer gleich. Bislang werden Datenpakete im Internet grundsätzlich mit der gleichen Priorität behandelt.

ist ein netzpolitischer Aktivist aus Berlin.Markus Beckedahlist ein netzpolitischer Aktivist aus Berlin. 

Die Europäische Union will das nun ändern: Ein Entwurf der EU-Kommission sieht vor, dass Netzbetreiber und Inhalteanbieter zukünftig Vereinbarungen über die Weiterleitung von Daten abschließen können. EU-Kommissarin Neelie Kroes will so die Vertragsfreiheit der Anbieter vergrößern.

Netzprovider können so Inhalte bestimmter Anbieter bevorzugen – und aus der Geschwindigkeit im Netz ein lukratives Geschäft machen. Ist das das Ende des offenen Internet, wie wir es kennen?

Markus Beckedahl von netzpolitik.org spricht über den Entwurf der EU-Kommission und die möglichen Folgen.

Das ist der Einstieg in das Zwei-Klassen-Netz und der Ausstieg aus dem offenen Internet. (Markus Beckedahl)