Warum die EU in Supercomputer investiert

Ein guter Plan?

12.01.2018

Die EU will etwa eine Milliarde Euro in den Aufbau einer europäischen Supercomputer-Infrastruktur stecken. Bis zum Jahr 2022 soll Europa mit China und den USA mithalten können. Was soll das bringen?

Die Hochleistungsrechner kommen

Die EU-Komission will eine europaweite Hochleistungsrechner-Infrastruktur aufbauen. Denn diese Rechner können auch besonders große Datenmenge verarbeiten. Zudem sind sie nützlich für Bereiche wie die Gesundheitsvorsorge, erneuerbare Energien oder Cybersicherheit.

Der Supercomputer kann mit sehr großen Datenmengen umgehen, die immer größer werden und die zunehmend auch ein Geschäftsmodell für Unternehmen sind. – Florian Eder, Redaktionsleiter bei Politico

Dafür hat die EU ein Forschungs- und Innovationsprogramm ins Leben gerufen. Damit werden die Technologien für die Hardware sowie die Software der Supercomputer entwickelt.

Standortvorteile

Zurzeit werden Daten außerhalb der EU verarbeitet und gespeichert. Also zum Beispiel in den USA oder China. Mit dem Aufbau der Supercomputer in Europa erhofft sich die EU eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit. Außerdem wird die EU so unabhängiger in der Datenwirtschaft.

Die EU-Komission sagt, wir brauchen sowas, um der digitalen Datenwirtschaft in Europa die Möglichkeit zu geben, arbeiten zu können und auch konkurrieren zu können mit anderen Wirtschaftsräumen dieser Welt, wo solche Supercomputer schon stehen. – Florian Eder

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf eine Milliarde Euro. Davon zahlt eine Hälfte der EU-Haushalt. Die andere Hälfte hingegen kommt aus nationalen Haushalten. Mehrere Mitgliedsstaaten unterstützen den Aufbau finanziell. Darunter auch Deutschland und Frankreich. Bis 2022 oder 2023 soll die Supercomputer-Infrastruktur fertiggestellt sein.

Was genau die EU geplant hat und was die Rechner können, erklärt Florian Eder, Redaktionsleiter von Politico detektor.fm-Moderator Christian Erll.

Redaktionsleiter des Europa-Ablegers der Zeitschrift PoliticoEs ist die Frage, wo Daten verarbeitet werden – ob das in der eigenen Juristikzone ist oder außerhalb.Florian EderRedaktionsleiter bei der Zeitschrift Politico 

Redaktion: Amelie Berboth