Was wichtig wird | Risikoforschung: Ein Blick in die Zukunft

Müssen wir uns fürchten?

04.04.2017

Aliens? Autarke Roboter? Künstliche Intelligenz, die den Menschen aussperrt? Die Zukunft hält sicher Herausforderungen für uns bereit, nur welche? Fragen wie diesen gehen Risikoforscher nach. Ein Gespräch darüber mit Nikolaus Röttger, Chefredakteur von WIRED Germany.

Die Digitalthemen drehen sich in dieser Woche um die CeBIT und um LTE auf dem Mond. Bild: WIRED Germany | detektor.fm.

Ein Asteroid wird das Leben auf der Erde auslöschen – wenn nicht schon vorher künstliche Intelligenz die Menschheit unterjocht und die Herrschaft an sich gerissen hat. Das sind keine Szenarien aus Science-Fiction-Filmen, sondern tatsächlich Ideen, mit denen sich die Wissenschaft beschäftigt.

Die Zukunft ist voller Risiken

Sogenannte Risikoforscher setzen sich mit der Frage auseinander, welche zukünftigen hypothetischen Ereignisse den Fortbestand der Menschheit bedrohen. Kurz: X-risks. Dabei unterscheiden die Wissenschaftler zwischen anthropogenen Ursachen, also von Menschen gemachte Bedrohungen wie dem Klimawandel, und non-anthropogenen Ursachen. Darunter fällt zum Beispiel eine Invasion von Außerirdischen – eine Bedrohung, die Risikoforscher allerdings wesentlich weniger beunruhigt als künstliche Intelligenz.

Das, was mit künstlicher Intelligenz auf uns zukommt, kann tatsächlich sehr bedrohend sein. Nämlich dann, wenn sich künstliche Intelligenz verselbstständigt, vielleicht viel schlauer wird als wir Menschen und dann anfängt zu regieren. – Nikolaus Röttger, Chefredakteur WIRED Germany

Egal ob Siri oder Alexa, schon jetzt integrieren wir künstliche Intelligenz mehr und mehr in unseren Alltag. Hinzu kommen Roboter, die den klassischen Arbeiter in der Industrie ersetzen. Tendenz steigend. Kein Wunder also, dass Risikoforscher die künstliche Intelligenz auf Platz 1 der Liste besonders ernstzunehmender Bedrohungen für die Menschheit listen.

Eine Portion Optimismus hilft

Auch andere Punkte auf der Bedrohungsliste klingen bei näherer Betrachtung gar nicht so abwegig. Der Ausbruch einer Pandemie, extreme Klimaveränderungen und ein Tyrann, der die globale Stabilität untergräbt? All das sind Gefahren, die in Zeiten des Klimawandels, multiresistenter Keime und überraschend ausgehender Präsidentschaftswahlkämpfe äußerst realistisch sind.

Angst haben sollten wir vor all diesen möglichen Bedrohungen jedoch nicht. Denn genauso, wie der technische Fortschritt unser Untergang sein könnte, ist er auch ein Weg aus zukünftigen Krisen.

Warum, darüber hat detektor.fm-Moderatorin Marie Landes mit Nikolaus Röttger von WIRED Germany gesprochen. Er ist der Meinung, dass wir uns nicht vor der Zukunft fürchten müssen und optimistisch bleiben sollten.


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