Was wichtig wird | Großes Update für „Pokémon Go“

Die Rückkehr der Monsterjäger

20.06.2017

Vor einem Jahr sorgte "Pokémon Go" für den App-Hype des Sommers. Nun will Hersteller Niantic mit einem neuen Update die App umkrempeln. Was steckt drin - und welche Probleme bleiben? Dominik Schönleben von WIRED fasst zusammen.

Die Digitalthemen drehen sich in dieser Woche um die CeBIT und um LTE auf dem Mond. Bild: WIRED Germany | detektor.fm.

Pokémon Go: Es war einmal ein Hype

Vor einem Jahr startete Niantic Inc. aus Kalifornen mit „Pokémon Go“ eine der beliebtesten Spiele-Apps des Jahres 2016. Die Idee: über ihr Smartphone-GPS können die Spieler in der wirklichen Welt – wie etwa ihrer Nachbarschaft – virtuelle Pokémon finden, fangen und bekämpfen.

Der Hype flaute bereits im Spätsommer 2016 wieder ab: Ende Juli hatte der Pokémon-Wahn mit 45 Millionen Nutzern noch seinen Höhepunkt. Schon in den darauffolgenden vier Wochen sank die Zahl um ein Drittel auf 30 Millionen Nutzer – im April 2017 sollten es sogar nur noch 5 Millionen ein. Ein Grund für diesen Rückgang: es gab für Spieler zu wenig zu tun.

Neues Update, neue Arenen

Nun spielt Niantic ein neues Update für Pokémon Go auf. Und das soll erst einmal das Arenen-System umkrempeln: dort können die roten, blauen und gelben Teams jetzt automatisch bis zu sechs Plätze mit einem Pokémon belegen. Monster dürfen nur noch einmal in der Arena vorkommen – dafür müssen die Plätze nicht mehr mühsam freigespielt werden. Dieses Arena-System ist den GameBoy-Spielen nachempfunden, die vor zwanzig Jahren den weltweiten Siegeszug des Pokémon-Franchise einleiteten.

Ein weiteres, gespannt erwartetes Feature dreht sich um sogenannte Raids. In den Arenen können mächtige Mega-Pokémon auftauchen. Besiegt werden können sie nur, wenn sich bis zu 20 Trainer in der Nähe zusammentun und gemeinsam gegen sie kämpfen. Das muss in einem bestimmten Zeitraum passieren. Ist die Raid-Gruppe erfolgreich, winken seltene Pokémon oder Gegenstände als Belohnung.

Einige Probleme bleiben

Die Updates betreffen also große Teile der Spielmechanik von Pokémon Go. Ein schwerwiegendes Problem für Hersteller Niantic bleibt trotz Updates bestehen: der Kampf gegen Cheater und Fake-Accounts, also Bots. Diese werden angelegt, um sie hochleveln zu lassen und dann zu verkaufen – oder um automatisiert seltene Pokémon für andere Spieler suchen.

Wired6524-smallcutDas Arena-System kann ja noch so spannend sein. Wenn das Cheater-Problem nicht gelöst wird auf lange Sicht, dann werden auch die Leute, die jetzt zurückkommen, wieder die Lust verlieren, wenn sie merken, dass sie gegen unfaire Gegner spielen. WIRED-Redakteur Dominik Schönlebenist nicht vollends überzeugt von den Neuerungen für Pokémon Go. 

Pokémon Go bekommt ein Update, das große Teile der Spielinhalte und -mechanik auffrischt. Doch hat es das Zeug dazu, die Spieler zurück in die App zu holen? Dominik Schönleben von WIRED fasst zusammen.


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