Künstliche Intelligenz – Eine Bestandsaufnahme

Auf dem Weg zum technologisierten Klassenkampf?

21.02.2017

Roboter und künstliche Intelligenz übernehmen unseren Alltag. Das birgt viele Chancen, erzeugt aber auch Ängste. Wie weit ist die Robotisierung der Welt aber wirklich? Und welche Folgen hat das für die Gesellschaft? Ein Gespräch mit WIRED-Germany-Autor Max Biederbeck.

Fake News

Mitten in der technischen Revolution

Roboter ersetzen in naher Zukunft die Hälfte aller Arbeitsplätze. Solche Prognosen erzeugen regelmäßig ein unangenehmes Gefühl bei vielen Menschen. Denn schon heute zeigt sich in vielen Bereichen, wie stark die Robotisierung und Automatisierung unser Arbeitsleben verändert.

Doch die vollautomatischen Fertigungsstrecken in manchen Fabriken sind nur der Anfang eines Umwälzungsprozesses. Künstliche Intelligenz könnte die Gesellschaft stärker verändern könnte als die Industrialisierung im 18. Jahrhundert. Mit all ihren Licht und -Schattenseiten.

Es werden sich definitiv neue Konfliktlinien in der Gesellschaft auftun. Und viele Menschen werden sich abgehängt fühlen. – WIRED Germany-Redakteur Max Biederbeck

Entwicklungssprung als düstere Dystopie

So sollen selbstlernende Computernetzwerke quasi das menschliche Gehirn nachahmen und auch komplexe Aufgaben autonom erledigen. Die Einsatzbereiche solcher Systeme sind gigantisch: vom Logistikzentrum über die Medizin bis zum Militär.

Letzteres sorgt seit Jahrzehnten für dystopische Vorstellungen. Darin reißen Computersysteme die Weltherrschaft an sich und Kampfroboter unterjochen die Menschheit – Terminator lässt grüßen. Doch in der Realität ist die künstliche Intelligenz weit davon entfernt, dem Menschen Konkurrenz zu machen.

Max BiederbeckIn der Realität bleiben - wie seit Jahren - Skynet und der Terminator noch eine Fiktion. Max BiederbeckDer WIRED Germany-Redakteur glaubt, dass die dystopischen Zukunftsszenarien überzogen sind. Foto: privat, 

Gesellschaftliche Sprengkraft der Digitalisierung

Die viel größere Gefahr liege in den gesellschaftlichen Verwerfungen, die die technische Entwicklung erzeuge: Gräben zwischen arm und reich, alt und jung, technikaffin und -feindlich. Ein Blick in die Geschichte zeigt, wie technische Revolutionen den sozialen Frieden gefährden.

Welche Sprengkraft das Thema also hat und wie weit die künstliche Intelligenz bisher entwickelt ist, hat detektor.fm-Moderator Alexander Hertel mit Max Biederbeck von der WIRED Germany besprochen. Der hat im Rahmen der Themenwoche „Mega Mensch“ über den Stand der Diskussion geschrieben.


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