“32 Stunden sind genug”

Wie viel Zeit für Arbeit bleibt

09.05.2014

Weniger arbeiten und trotzdem den vollen Lohn bekommen. Das ist in manchen skandinavischen Firmen längst üblich. In Göteborg testen städtische Angestellte bald eine 30-Stunden-Woche. Doch Diskussionen über neue Arbeitszeit-Modelle gibt es auch in Deutschland.

Die Generation Y findet Karriere eine nette Idee, will aber auch Zeit für anderes haben. Foto: Jam Project | flickr.com | CC BY-SA 2.0

Neue Arbeitszeitmodelle

ist die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung."Wenn wir es hinbekommen, eine neue Arbeitszeit für Männer und Frauen gleichermaßen zu etablieren, dann glaube ich nicht, dass die Ungerechtigkeit gegenüber Frauen auf dem Arbeitsmarkt bestehen bleiben wird."Jutta Allmendigerist die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung. 

Die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig schlägt 32 Stunden pro Woche für Eltern vor, die Linke 35 Stunden für alle – und Sigmar Gabriel holt seine Tochter mittwochs selbst von der Kita ab.

Neben der Frage nach Sinnhaftigkeit, Zufriedenheit, Kreativität, Gesundheit und Produktivität geht es in der Arbeitszeitdebatte oft um die Bedürfnisse von Eltern und die Gleichstellung von Männern und Frauen.

Mit diesem Thema beschäftigt sich auch Jutta Allmendinger. Sie untersucht die Lebensentwürfe von jungen Frauen und Männern und sagt: 32 Stunden sind die neue Vollzeit. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, wie die Zukunft der Arbeit aussieht und ob eine kürzere Vollzeit realistisch ist.