50 Jahre deutsche Entwicklungshilfe – Ein Grund zum Feiern?

14.11.2011

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird heute 50 Jahre alt. Doch bereits im Vorfeld wurde Kritik laut. Warum? Ein Gespräch über die bisherige deutsche Entwicklungspolitik.

Noch immer hungern weltweit eine Milliarde Menschen, darunter viele Kinder. Entwicklungshilfe bedeutet auch, dieses Grundbedürfnis zu befriedigen. Dieter Schütz / pixelio.de

Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hatte es einzelne Missklänge zwischen der SPD und der FDP gegeben. Die früheren SPD-Entwicklungsminister Heidemarie Wieczorek-Zeul, Egon Bahr und Erhard Eppler hatten ihre Teilnahme am Festakt abgesagt. Dabei sollte doch eigentlich die erfolgreiche Arbeit der letzten 50 Jahre im Vordergrund stehen.

von der Hilfsorganisation Terre des Hommes.Wolf-Christian Rammvon der Hilfsorganisation Terre des Hommes. 

Erfolgreiche Arbeit, die der amtierende Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) gern fortsetzen möchte. 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung soll bis 2015 in die Entwicklungshilfe gehen, so der Plan. 0,38 Prozent sind es bisher – Tendenz fallend. Das prangern auch die Hilfsorganisationen Welthungerhilfe und Terre des Hommes an. Ihr gemeinsam veröffentlichter Bericht zur „Wirklichkeit der Entwicklungshilfe“ ist eine kritische Bestandsaufnahme der deutschen Entwicklungspolitik.

Es ist zu wenig Geld für Entwicklungshilfe da. (Wolf-Christian Ramm)

Wir haben mit Wolf-Christian Ramm von der Hilfsorganisation Terre des Hommes über die deutsche Entwicklungspolitik gesprochen.