Mehr Akademiker in die Pflege

Gute Bildung, schlechte Vergütung?

28.02.2018

Im Manifest "Mit Eliten pflegen" fordern Experten, dass auch studierte Fachkräfte in der Pflege arbeiten sollen. Denn der Bedarf sei noch lange nicht gedeckt. Wie kann das gelingen?

Von der Ausbildung zum Studiengang

Dass ein Studium auf einen Beruf in der Pflege vorbereiten soll, das hat sich lange Zeit keiner vorstellen können. Schließlich ist die Pflege ein klassischer Ausbildungsberuf gewesen. Aber das hat sich in den vergangenen 30 Jahren geändert. Mittlerweile gibt es über 160 verschiedene Studiengänge in diesem Bereich. Und die Zahl der Absolventen ist hoch. Trotzdem fehlt Fachpersonal in den Pflegeeinrichtungen. Das soll sich ändern, so die Experten um „Mit Eliten pflegen“.

Das, was das neue Manifest ‚Mit Eliten pflegen‘ fordert, ist, dass hochschulisch qualifizierte Pflegekräfte ausgebildet werden, damit sie am Bett mit den Patienten in der direkten Versorgung arbeiten. – Prof. Dr. Thomas Evers, Vizepräsident im Bereich Studium und Lehre der Hochschule für Gesundheit in Bochum

Gute Pflege, schlecht vergütet

Allerdings gibt es einiges zu verbessern. So ist etwa die Bezahlung für Pflegeberufe für viele nicht attraktiv genug.

Zwar sind die Studierenden anders qualifiziert und können in der Praxis anders tätig werden. Aber es gibt noch zu wenig Möglichkeiten, ihre Leistung adäquat zu vergüten. Also arbeiten die studierten Pflegekräfte oftmals auf denselben Stellen, zu genau demselben Gehalt, wie das auch anders ausgebildete Pflegekräfte tun. – Prof. Dr. Thomas Evers

Über Akademiker in der Pflege hat detektor.fm-Moderatorin Sara Steinert mit Prof. Dr. Thomas Evers gesprochen. Er ist Vize-Präsident für Studium & Lehre an der Hochschule für Gesundheit in Bochum.

Vizepräsident im Bereich Studium und Lehre der Hochschule für Gesundheit, BochumIch glaube, dass das Angebot an akademisch qualifizierten Pflegekräften ein notwendiges ist, um die bestehenden Versorgungsbedarfe erfüllen zu können. Prof. Dr. Thomas Eversist Vizepräsident im Bereich Studium und Lehre der Hochschule für Gesundheit, Bochum. Foto: hsg 

Redaktion: Marie Flohr