An deutschen Gerichten fehlen Richter und Staatsanwälte

12.12.2013

In einigen Gegenden Deutschlands gibt es nicht genügend Richter und Staatsanwälte. Viele Stellen bleiben unbesetzt, gerade der Nachwuchs bleibt aus. Das geht aus einer neuen Studie hervor. Leidet daran auch die Qualität der Rechtsprechung?

Laut einer internen Studie sind viele Gerichte in Deutschland unterbesetzt. Richter und Staatsanwälte fehlen besonders in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern. Das Problem ist aber keineswegs neu. Für 2011 ist von ungefähr 3000 fehlenden Stellen berichtet worden. Auch die Zahlen von 2012 sehen nicht besser aus. So müssten nach den Personalvorgaben allein in Nordrhein-Westfalen circa 700 Richter und Staatsanwälte eingestellt worden.

Geschäftsführer des deutschen Richterbunds NRWChristian FriehoffGeschäftsführer des deutschen Richterbunds NRW 

Keine Unterstützung von Politikern

Kaum zu glauben, dass bei so vielen Jura-Studenten ein Mangel an Richtern und Staatsanwälten herrscht. Es liegt aber nicht nur an den hohen Ansprüchen, die für eine solche Position bestehen. Viele der Stellen sind aufrund von Sparmaßnahmen gestrichen worden.

Über die fehlenden Richter und Staatsanwälte haben wir mit dem Geschäftsführer des Deutschen Richterbundes Nordrhein-Westfalen Christian Friehoff gesprochen.

Man muss, um Anwalt oder Richter zu werden, zwei Examina machen. Die Zahlen bröckeln da an dieser Stelle. Es gehen weniger Leute ins Referendariat. – Christian Friehoff