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Bild: vlaru | shutterstock

Automobil | Vorurteile

Männer mögen Autos, Punkt?

Männer mögen doch Autos, Punkt. Oder vielleicht doch nicht? Woher kommen eigentlich diese Vorurteile im Bezug auf Männer und Frauen?

Männer mögen Autos, Frauen mögen Shopping: ganz klar – oder doch nicht? Vorurteile gibt es schon seit Ewigkeiten. Vor allem im Bezug auf Geschlechter, Technik und Verhalten. Auch wenn sich über die Jahre hinweg diese Aufteilung etwas gelockert hat, sind Frauen etwa in führenden Ingenieurspositionen leider noch immer eine Seltenheit.

Die Verbindung zwischen Mann und Auto hält sich sehr hartnäckig.

Tanja Kubes, Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung in Berlin

Und trotz wagemutiger Schritte von Frauen zu Beginn der Autofahrten – Bertha Benz wagte die erste Überlandfahrt und auch die erste Weltumrundung im Auto wurde von einer Frau begangen – diese Pionierinnen haben leider nicht die geschlechtliche Aufteilung beeinflussen können.

Vorurteile: Technik für den Mann, Schönheit für die Frau

Diese Trennung hat ihren Ursprung in der geschlechtsspezifischen Sozialisierung. Das bedeutet, Kinder werden von Anfang an auf eine bestimmte Art und Weise erzogen, da die Eltern auch schon so erzogen wurden. Selbst die Vorlieben beim Spielen der Kinder werden in gewisse Richtungen gelenkt. Dies geschieht meist ohne Absicht, wirkt sich jedoch in den meisten Fällen auf den persönlichen Bezug zu Technik und dementsprechend auch Autos aus. Das zeigt sich zum Beispiel auch in der Werbung für Autos.

Hier zeigt sich wirklich der Punkt von ‚Sex Sells‘. Die Frau steht schön und passiv neben dem Auto, während der Mann als kompetenter Wissensvermittler die Technik erklärt.

Tanja Kubes, ZIFG

Die Geschlechtertrennung, der Ursprung und wodurch sich diese Trennung heute noch zeigt, darüber hat detektor.fm-Redakteurin Valerie Zöllner mit Tanja Kubes vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung in Berlin gesprochen.