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Foto: Roman Zaiets | shutterstock
Bild: Roman Zaiets | shutterstock

AutoMobil | Behinderung

Autofahren mit einer Behinderung

Worauf muss geachtet werden und wie funktionieren die Umrüstungen von Fahrzeugen?

Mobilität ist ein grundlegendes Bedürfnis. Für Menschen mit einer Behinderung ist das aber oftmals schwieriger als für nicht-behinderte Menschen. Gerade bei Fahrzeugen kann das jedoch technisch ausgeglichen werden.

Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 70 Betriebe, die sich auf eine solche Umrüstung spezialisiert haben.

Achim Neunzling, Bund behinderter Auto-Besitzer e.V.

Aktiv und passiv fahren

Bei der Umrüstung wird noch einmal unterschieden zwischen aktiven und passiven Fahrern und Fahrerinnen. Aktives Fahren ist das Fahren hinter dem Steuer. Dort wird dann durch gewisse technische Angleichungen, wie zum Beispiel einem Gashebel neben dem Lenkrad, das Fahren ermöglicht. Das passive Fahren betrifft den Beifahrerplatz. Diser wird beispielsweise so umgerüstet, dass  Rollstuhlfahrer und -fahrerinnen über eine Rampe auf den Beifahrersitz gelangen, um dann direkt im Rollstuhl sitzend befördert werden zu können.

Sogenannte Hochdachkombis erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Das ist dann quasi ein Familienfahrzeug und kein reines Spezialfahrzeug mehr.

Achim Neunzling

Behinderung kostet

Jedoch ist so eine Umrüstung nicht gerade billig und die Zuschüsse dafür halten sich in Grenzen. Insgesamt gibt es maximal 9.500 Euro als Zuschuss laut der sogenannten staatlichen Kraftfahrzeughilfe-Verordnung. Ein Betrag, der weder das Fahrzeug, noch die Umrüstung an sich deckt. Hier muss definitiv noch mehr getan werden. Ein optimales Fahrzeug für Menschen mit Behinderung soll sowohl bezahlbar als auch absolut verlässlich sein.

Über die Umrüstung von Fahrzeugen, wie viel das kosten kann und wovon die Zuschüsse abhängen, darüber hat detektor.fm-Redakteurin Valerie Zöllner mit Achim Neunzling vom Bund behinderter Auto-Besitzer gesprochen.