AutoMobil | Mitfahrgelegenheiten: Neues Buchungssystem bei BlaBlaCar

BlaBlaCar: Das Ende der Unverbindlichkeit

10.06.2016

Quer durch's Land reisen und das möglichst schnell und billig. Dafür stehen Mitfahrgelegenheiten. Doch was sich für die Nutzer lohnt, soll sich auch für die Plattformen lohnen - sie erheben Gebühren. Nun sorgt das neue Buchungssystem von BlaBlaCar bei vielen Kunden für Ärger.

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Ob man die Familie besuchen will oder einen Städtetrip plant: häufig sind Mitfahrgelegenheiten das Mittel der Wahl, um günstig von A nach B zu kommen. Einfach auf einer Mitfahrzentrale Start und Ziel eingeben, das Datum noch und schon bekommt man eine Vielzahl an Fahrern, die bereit sind, einen gegen Spritgeld mitzunehmen.

BlaBlaCar & Co. – Mitfahrgelegenheiten: schnell und günstig

Da wollen natürlich auch die Plattformen mitverdienen, auf denen sich die Mitfahrgelegenheiten tummeln. 2013 versuchte schon mitfahrgelegenheit.de, von dem fließenden Geld etwas abzubekommen. Von da an waren nur noch Onlinezahlungen möglich, immer ging auch eine Gebühr an die Plattform.

Damit hätten die Nutzer sicherlich sogar noch leben können, doch die Sache hat einen Haken. Um persönliche Absprachen zwischen Fahrer und Mitfahrer zu unterbinden – beispielsweise, dass man sich außerhalb der Plattform verabredet und doch einfach bar bezahlt – wurde die Kommunikation stark eingeschränkt. Den Usern war es nur noch möglich, einen Platz zu buchen und direkt zu bezahlen – oder es eben zu lassen.

Kurze Zeit später war klar: die Mitfahrer ließen es, dem Portal liefen die Kunden nur so davon. Gelandet waren die meisten bei BlaBlaCar, dort war der Service nämlich auch weiterhin kostenlos. Heute gilt der Anbieter als Marktführer, laut eigenen Angaben nutzen 25 Millionen Nutzer das Portal weltweit.

In Deutschland könnten es in Zukunft aber deutlich weniger werden: der französische Konzern Carpooling, dem BlaBlaCar gehört, hat nämlich nun selbst das Bezahlsystem eingeführt. Inklusive aller negativen Aspekte wie der einschränkten Kommunikation. Dabei sollte es die Firma besser wissen, hat sie doch gerade erst mitfahrgelegenheit.de geschluckt – nachdem diese durch das Bezahlsystem pleite gegangen waren.

Wo Geld fließt, wollen Unternehmen mitverdienen

Hat man also aus der Pleite von vor ein paar Jahren gar nichts gelernt? Die Community zumindest glaubt nicht, dass sich das Konzept hält:

Dabei gilt es das neue System nicht einmal für ganz Deutschland. Bislang kann man für Fahrten in Süddeutschland noch bar bezahlen, doch auch das soll sich bald ändern.

Hiermit könnte sich die Mitfahrzentrale ins eigene Fleisch schneiden, die Nutzer suchen schon nach Alternativen. Sie organisieren sich in Facebook-Gruppen, inserieren ihre Fahren bei ebay-Kleinanzeigen oder weichen auf andere Plattformen aus. Denn BlaBlaCar mag zwar Marktführer sein, ist jedoch nicht der einzige Anbieter für Mitfahrgelegenheiten.

Wie es um Mitfahrgelegenheiten in Deutschland steht, fasst detektor.fm-Redakteurin Rabea Schloz mal zusammen.

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