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AutoMobil | Fahreignung im Alter

„Der Führerschein gehört dem Staat“

Ältere Menschen im Straßenverkehr – ein Thema, das schnell für Kontroversen sorgt. Doch ab wann ist die Fahreignung eigentlich beeinträchtigt?

Männer, Frauen, Junge, Alte – wer fährt wie und vor allem: Wer fährt am besten oder auch am schlechtesten? Je nachdem, wer gefragt wird, fällt die Antwort unterschiedlich aus. Und auch die Statistiken beantworten diese Fragen nicht immer einheitlich. Fakt ist jedoch, dass sich die Qualität des Fahrens im Laufe eines Lebens durchaus verändern kann. Und auch, dass die Gesundheit einer Person einen maßgeblichen Einfluss auf ihre Verkehrstüchtigkeit hat.

Das gilt vor allem für die Sehfähigkeit, die sich mit fortschreitendem Alter verschlechtern kann. Diese wird zwar im Führerschein dokumentiert, doch anders als in vielen anderen Ländern, sind Autofahrer und Autofahrerinnen in Deutschland bisher nicht zu einem regelmäßigen Test verpflichtet – es sei denn, es gehört zum Beruf wie bei Lkw-Fahrern oder Busfahrerinnen.

Sicherheit im Verkehr

Doch abgesehen von der Gesundheit der Verkehrsteilnehmenden spielen auch andere Faktoren eine entscheidende Rolle dafür, wie sicher der Verkehr ist. Dazu zählt insbesondere die individuelle Risikobereitschaft. Und die ist bei jüngeren Personen häufig höher. Und auch integrierte Hilfssysteme helfen da nicht immer – teilweise ist sogar das Gegenteil der Fall:

Eine langjährige Erfahrung, die alle Verkehrsmediziner machen: Mit jeder Einführung einer technischen Neuerung steigt die Risikobereitschaft.

Mathias Bieberbach

Welche Faktoren für die Fahreignung eine Rolle spielen und was es bräuchte, um den Verkehr in Deutschland auch unabhängig vom Alter sicherer zu gestalten, klären AutoMobil-Redakteurin Eva Weber und Mathias Bieberbach im Gespräch. Er ist Facharzt für Verkehrsmedizin.