AutoMobil | Modal Split

Auto, Fahrrad oder Bus?

28.05.2018

Welche Wege werden mit dem Auto zurückgelegt? Wann setzen sich die Verkehrsteilnehmer lieber aufs Rad und wohin kann man noch bequem laufen? Der sogenannte Modal Split gibt Aufschlüsse darüber.

AutoMobil wird präsentiert von Atudo – Dein starker Partner im Verkehr.


Fahren die Münchner mit dem Rad zur Arbeit? Wie häufig setzen sich die Münsteraner ins Auto? Und welchen Anteil des täglichen Weges legt man in Freiburg eigentlich per Fuß zurück? Aufschluss gibt der Blick in den sogenannten Modal Split der jeweiligen Stadt. Modal Split, das steht für die Verkehrsmittelwahl einer bestimmten Region. Er schlüsselt auf, in welchem Verhältnis die unterschiedlichen Transportmittel genutzt werden. Dazu gehören der motorisierte Individualverkehr, der öffentliche Verkehr und der nicht-motorisierte Individualverkehr.

Modal Split: gutes Werkzeug?

Wichtig ist hierbei nicht nur, welches Fahrzeug überhaupt genutzt wird, sondern auch, in welchem Umfang. Die Anzahl der zurückgelegten Kilometer spielt deswegen auch eine Rolle. So ergibt sich ein gutes Bild vom Mobilitätsverhalten der Bürger. Werden kurze Strecken auch mit dem Auto zurück gelegt? Oder entscheidet man sich zur Rush Hour doch mal fürs Rad, um schneller voran zu kommen?

Mit Hilfe des Modal Splits lässt sich nicht nur der Ist-Zustand der Transportmittel-Nutzung bestimmen, sondern gleichzeitig auch der Soll-Zustand. Was soll sich in Zukunft ändern? Beispielsweise soll die Nutzung des Pkw gesenkt werden, stattdessen das Rad gefördert. So können gezielt Maßnahmen getroffen werden, um das gesteckte Ziel zu erreichen.

Man gibt den Leuten eine Art Tagebuch und sagt „Bitte tragt jetzt jedes Verkehrsmittel, das ihr benutzt, dort hinein“. – Martin Randelhoff

Für Verkehrsplanung wichtig

Deswegen spielt das Konzept bei der Verkehrsplanung eine wichtige Rolle. Er hilft bei Entscheidungen, zum Beispiel beim Bau von Radwegen oder ob eine neue Buslinie eingerichtet wird. Das schließlich wirkt sich auch auf die Stadtplanung aus – auf die Breite der Straßen, die Anzahl der Parkplätze und ähnliches.

Aber wie wird der Modal Split eigentlich ermittelt? Und lassen sich die Ergebnisse zweier Städte oder Region einfach so vergleichen? Darüber hat detektor.fm-Moderator Christian Erll mit Martin Randelhoff gesprochen. Er ist Betreiber des Blogs „Zukunft Mobilität“ und schreibt dort täglich über nahezu alles, was mit dem Thema Verkehr zu tun hat.

Diese Zahlen des Modal Splits zeigen die Verteilung innerhalb der Stadt.Martin Randelhoffüber den Modul Split. 

AutoMobil jede Woche automatisch nach Hause bekommen? Dann abonnieren Sie hier den Podcast (u.a. Apple Podcasts, Deezer und Spotify).