Gegen sexuelle Belästigung im Club

Ja, Luisa ist hier!

Beim Feiern sexuell belästigt: Viele Frauen in Deutschland haben diese Erfahrung schon machen müssen. Was tun Barbetreiber und Clubbesitzer gegen das Problem?

Kampf gegen K.O.-Tropfen

Die Nachfrage ist riesig: Seit Anfang April verkauft die Drogeriekette dm Armbänder, die im Schnelltest K.O.-Tropfen in Getränken erkennen. Xantus-Drinkcheck nennt sich das, vier Stück davon kosten zehn Euro. Die Bänder waren schnell ausverkauft, jetzt will dm sie fest ins Sortiment aufnehmen. Das zeigt, wie aktuell das Thema ist. Belästigung in Clubs oder Bars rückt immer mehr ins öffentliche Bewusstsein.

Diskrete Hilferufe bei Belästigung

Wer sich belästigt fühlt, ist nicht immer in der Lage, das klar anzusprechen oder um Hilfe zu bitten. Gerade in Drucksituationen kann es schwerfallen, die eigenen Gefühle in Worte zu fassen.

Ansätze, darauf zu reagieren, gibt es viele. Der Frauennotruf Münster hat etwa 2016 die Aktion „Ist Luisa da?“ ins Leben gerufen. Wer diese Frage an der Theke stellt, soll schnelle und diskrete Hilfe bekommen. Viele Clubs arbeiten außerdem mit Awareness-Teams zusammen, die in Notsituationen ansprechbar sind.

Als wir erfahren haben, dass K.O.-Tropfen ein Problem sein könnten, haben wir angefangen, die Türsteher darauf hinzuweisen, dass keine Frau, die nicht selber gehen kann, aus dem Laden darf. – David Süß, Clubbesitzer

David Süß ist Clubbesitzer in München und seit über dreißig Jahren in der Clubszene aktiv. Er erzählt detektor.fm-Moderatorin Bernadette Huber, wie sich die Szene entwickelt hat und was er selbst gegen Belästigung unternimmt.

ist Besitzer des Harry Klein in München.Es ist ein verheerendes Signal, wenn die Frauen sich solche Armbänder selber kaufen müssen. David Süßengagiert sich für mehr Aufmerksamkeit für sexuelle Belästigung. 

Redaktion: Jonas Galm und Sarah Mahlberg