Bildungsmonitor 2012: Bildung bleibt ein deutscher Schwachpunkt

15.08.2012

Heute ist der neue "Bildungsmonitor" veröffentlicht worden. Die Studie bestätigt die Probleme der letzten Jahre erneut: die Kluft zwischen Akademikern und bildungsschwachen Familien vertieft sich weiter.

Laut “Bildungsmonitor” gibt es mehr Abiturienten, diese kommen aber zu oft aus Akademiker-Familien. Foto: © Jörg Koch/dapd

war 2008 für den Journalistenpreis Der Lange Atem nominiert.Christian Füllerwar 2008 für den Journalistenpreis Der Lange Atem nominiert. 

Deutschland schafft es auch 2012 nicht, die Bildungskluft in deutschen Bildungseinrichtungen zu verkleinern. Das sagt jedenfalls der Bildungsmonitor. Die Studie wird von dem Lobbyverband „Initiative Neue Soziale Marktforschung“ jährlich herausgegeben und schätzt seit 2004 die deutsche Bildungssituation ein.

Im Vergleich zum Vorjahr gebe es zwar mehr Abiturienten und auch mehr Studienabsolventen in Deutschland. Auf der anderen Seite habe die Bildungsarmut aber nur geringfügig abgenommen. Damit hätte die deutsche Politik immer noch nicht erreicht, was man sich nach dem Schock der Ergebnisse bei der PISA-Studie vorgenommen hatte.

Dieser Meinung ist auch Christian Füller. Er ist Journalist bei der Tageszeitung „taz“ und betreibt den Blog „pisa-versteher“. Mit ihm haben wir darüber gesprochen, warum sich bisher so wenig getan hat und was Politiker jetzt in Angriff nehmen müssen, um die Kluft zu verkleinern.