Castor-Transport: Wer vertritt die Rechte der Atomkraftgegner?

23.11.2011

Sobald der Castor-Transport rollt, stehen auch immer die Auseinandersetzungen zwischen der Staatsgewalt und den Atomkraftgegnern im Mittelpunkt. Ein "Legal Team" kümmert sich dabei um den Rechtsbeistand für die Protestbewegung.

Atomkraftgegner wollen auch in diesem Jahr wieder gegen den Castor-Transport demonstrieren. Der Weg zum Zwischenlager Gorleben wird für den Castor-Zug somit ein langer. Foto: © Andreas Kinski / pixelio.de

Seit heute rollt der Castor-Zug wieder. Zum dreizehnten Mal ist ein Transport mit hochradioaktiven Abfällen aus dem französischen La Hague auf dem Weg ins Zwischenlager Gorleben. Auch dieses Jahr mobilisieren die Atomkraftgegner zum Widerstand gegen den Castor-Transport. Bis zu 16.000 Teilnehmer werden zu den Demonstrationen im Wendland erwartet und wieder werden Zusammenstöße zwischen der Polizei und den Demonstranten nicht ausbleiben.

Die Polizei verweist in diesem Zusammenhang oft auf Gesetzeswidrigkeiten auf Seiten der Protestbewegung und deren illegale Aktionen. Aber auch die Staatsgewalt geht nicht immer korrekt gegen Demonstranten vor, sondern verletzt mitunter grundlegende Rechte. In solchen Situationen steht den Demonstranten ein so genanntes „Legal Team“, ein Zusammenschluss von Anwälten, juristisch zur Seite.

Insgesamt befindet sich das alles in einem Spannungsfeld zwischen massenhaftem Bürgerprotest und einer Staatsgewalt, die versucht […] mit polizeilichen Kräften das durchzusetzen, was politisch eigentlich nicht mehr möglich ist. (Alexander Hoffmann)

Wir haben mit dem Rechtsanwalt Alexander Hoffmann vom „Legal Team“ über die bisherigen Erfahrungen bei den Castor-Transporten und den neuesten Entwicklungen vor dem Protestwochenende gesprochen.