Das deutsche Grundgesetz: Vom Provisorium zum Exportschlager

08.02.2013

Am 23. Mai 1949 trat das deutsche Grundgesetz in Kraft. Eigentlich ein Provisorium, dient es heute - fast 65 Jahre später - vielen jüngeren Verfassungen als Vorlage. Das Grundgesetz, ein Exportschlager?

Das Bundesverfassungsgericht und das deutsche Grundgesetz sind Vorbild für viele neuere Verfassungen. © Foto: Ronald Wittek/ dapd

Hans-Peter Schneider - Verfassungszeit: Ortstermine von Jena bis Tripolis

Verfassungszeit: Ortstermine von Jena bis Tripolis

Hans-Peter Schneider

(Bussert & Stadeler, bereits erschienen)

Menschenwürde, Meinungsfreieheit oder Gleichberechtigung. Das sind nur drei Beispiele für Grundrechte, die den Deutschen durch das Grundgesetz garantiert werden.

Experte für das deutsche VerfassungsrechtProf. Hans-Peter SchneiderExperte für das deutsche Verfassungsrecht 

1949, also vor fast 65 Jahren, wurde das deutsche Grundgesetz verabschiedet. Es bildet die rechtliche und politische Grundordnung und ist die geltende Verfassung Deutschlands.

Vorbild Bundesverfassungsgericht

Obwohl es zunächst nur als Provisorium gedacht war, ist das hiesige Verfassungsrecht in vielen Ländern seitdem mehr oder weniger kopiert worden. Und auch das Bundesverfassungsgericht gilt in vielen Ländern als Vorbild.

Was das deutsches Grundgesetz zum Exportschlager gemacht hat, darüber haben wir mit dem Staatsrechtler und Autor Hans-Peter Schneider gesprochen. Er war unter anderem Berater des Constitutional Committee der Verfassungsgebenden Versammlung in Südafrika.

Es gab ein besonderes Interesse an den Grundrechten. Und zwar deshalb  weil (…) man sich auf diejenigen Recht beschränkt hat, die auch wirklich einklagbar sind. Sodass die Menschen auch im Alltag etwas davon haben. (Hans-Peter Schneider)