Debatte um Transplantationsskandal: Schädlich für die Betroffenen?

27.08.2012

Etwa 12.000 Menschen in Deutschland warten auf eine Organspende und erleben derzeit einen Skandal: Organe sollen nicht gerecht vergeben worden seien, Wartelisten manipuliert. Wie erleben Betroffene die Diskussion?

Nach dem Organspende-Skandal, ist die Spendenbereitschaft zurückgegangen. Foto: © Tim Schulz/dapd



ist seit August 2012 Vorsitzende des BDO.Lieselotte Hartwichist seit August 2012 Vorsitzende des BDO. 

Die Debatte um den Transplantationsskandal hält an: Zwei Ärzte der Göttinger Uniklinik stehen unter dem Verdacht, Patientendaten manipuliert zu haben, um Patienten auf der Warteliste weiter nach oben zu schieben.

Aus diesem Anlass findet derzeit in Berlin ein Spitzentreffen mit Vertretern aus Politik, Medizin und des Organspendesystems statt. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr fordert als Konsequenz aus dem Skandal neue Kontrollmöglichkeiten bei der Vergabe von Spenderorganen. So sollen Sonderkontrolleure in Krankenhäusern eingesetzt werden, die die Vergabe von Spenderorganen beobachten können.

Die Debatte lässt das Vertrauen in ein gerechtes Organvergabe-Verfahren schwinden. Befürchtet wird, dass die Spendebereitschaft in Deutschland weiter sinkt.

Wie die Betroffenen die Debatte wahrnehmen und ob das Verfahren der Organspende in Deutschland transparent genug ist, besprechen wir mit der Vorsitzenden des Bundesverbandes der Organtransplantierten (BDO), Lieselotte Hartwich.