„Drone Survival Guide“

Kunst als Statement zur Drohnenpolitik

10.01.2014

Unsere Ahnen erkannten Raubvögel an ihrem Umriss. Heute kommt die Bedrohung oftmals wieder vom Himmel, sagt der Holländer Ruben Pater. Sein "Drohnen-Guide" ist eine Anleitung mit Überlebensstrategien - ein Kunst-Statement als Antwort auf die aktuelle Drohnenpolitik.

Die Drohnen des Typs “Global Hawk” gibt es auch in Deutschland. Foto: NASA Goddard Space Flight Center / flickr.

Amazon will in naher Zukunft seine Pakete per Drohne verschicken. Das klingt unter Umständen noch ganz unterhaltsam. Meistens werden Drohnen jedoch zur Überwachung eingesetzt, oftmals auch für Angriffe. Die unbemannten Flugzeuge sind mit einer Kamera für Kontrollaktionen ausgestattet und können auch Waffen für militärische Operationen mit an Bord führen. So sollen sie Terroristen ausfindig machen und können auch gezielt töten.

Aus Ernst wird Kunst

Doch tausende unschuldiger Opfer zeigen auch die Schattenseite dieser neuen Kriegsführung. Weil der Tötungsbefehl weit entfernt in einem Kontrollraum ausgelöst wird, wird der Krieg entmenschlicht. Wie kann man sich also vor ihnen schützen?

Ein holländischer Künstler hat sich diesem Thema nun in einem Kunstprojekt angenommen. Auf seinem „Drone Surivival Guide“ sind die gängigsten Modelle gezeigt: ihre Umrisse, Ausstattung, taktische Daten – gefolgt von Tipps, wie man sich selbst für Drohnen unsichtbar machen kann.

Damit möchte Ruben Pater auf die Drohnenthematik aufmerksam machen. Woher die Idee stammt, welche etwas zweifelhafte Herkunft die Anleitung zum Selbstschutz hat und ob er Angst vor Verfolgung durch Sicherheitsbehörden hat, das erklärt Ruben Pater im Interview.

Ich glaube, damit wird es einfacher, nicht nur darüber zu diskutieren, sondern auch sich in der Thematik zu positionieren. – Ruben Pater


The interview in english: