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Viele polnische Arbeiter werden von deutschen Arbeitgebern ausgenutzt. Foto: Arbeiter im Hafen | CC BY 2.0 | zeesenboot | flickr.com

detectiv – die Recherche-Serie | Ausbeutung polnischer Gastarbeiter

Arbeiten für einen Hungerlohn

Sklaverei ist etwas aus längst vergangenen Zeiten? Von wegen! Momentan sind auf der Welt fast 46 Millionen Menschen versklavt. Auch in Deutschland gibt es Fälle, die als moderne Sklaverei angesehen werden können.

Moderne Sklaverei

Der Begriff der modernen Sklaverei umfasst verschiedene Ausbeutungsverhältnisse. Dazu gehören Zwangsarbeit und Zwangsprostitution, aber teilweise auch Kinderarbeit und Zwangshochzeiten. Viele dieser Ausbeutungen finden im Verborgenen statt, da das Verbot von Sklaverei, Zwangsarbeit und Menschenhandel in den Menschenrechten verankert ist.

Knapp 46 Millionen Menschen leben in einer Form der modernen Sklaverei. In Nordkorea sind anteilig die meisten Menschen betroffen und zwar knapp 5 Prozent. Doch auch in Deutschland werden Menschen ausgenutzt und ausgebeutet.

Billige Arbeiter

Viele polnische Arbeiter kommen nach Deutschland, weil sie hier mehr verdienen können als in ihrem Heimatland. Doch nicht alle verdienen einen Mindestlohn.

Das ist oft so kompliziert, weil es Vertragsverhältnisse sind, in denen verschiedene Subunternehmen mit drin hängen. – Jonathan Sachse, Reporter bei correctiv.org

Oft stellen Arbeitgeber auch die Unterkünfte, in die Gastarbeiter dann einziehen müssen. Die Miete dafür wird dann direkt vom Lohn abgezogen.

Die Unternehmen können dann polnische Arbeiter für mehrere Monate ausnutzen, die gehen dann frustriert zurück, dann kommen aber schon die nächsten. – Jonathan Sachse

Der Polnische Sozialrat ist eine der Stellen, an die sich die polnischen Arbeiter wenden können, wenn sie sich ausgenutzt fühlen. Pro Jahr nutzen etwa 5.000 von ihnen diese Chance. Doch oft kann auch der Polnische Sozialrat nicht helfen, da die Beweise fehlen.

Jonathan Sachse von correctiv.org hat zu dem Thema „Ausbeutung polnischer Arbeiter in Deutschland“ recherchiert und detektor.fm-Moderatorin Marie Landes darüber berichtet.

Trotz Mindestlohn gibt es Tricks in den Verträgen, durch die der Arbeiter am Ende doch weniger bekommt.Jonathan Sachse
detectiv – die Recherche-Serie | Ausbeutung polnischer Gastarbeiter 07:33

Redaktion: Laura Pientka

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