Die EHEC-Krise ist vorbei: Welche Lehren haben wir daraus gezogen?

27.07.2011

Seit heute gilt die EHEC Epidemie offiziell als beendet. Warum war es so schwer EHEC in den Griff zu bekommen? Welche Erkenntnisse können aus der Krise für die Zukunft gewonnen werden? Und ist die Gefahr ein für alle Mal gebannt?

Am Ende waren es nicht Sprossen sondern Bockshornkleesamen aus Ägypten, die die Epidemie auslösten. Foto: © Sigrid Rossmann/pixelio

Sprecher des Universitätsklinikums Schleswig-HolsteinOliver GrieveSprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein 

Im Mai machte ein Gespenst die Runde: ein mysteriöser Keim, der Durchfallerkrankungen auslöste, war in Norddeutschland in beängstigender Häufigkeit aufgetreten. EHEC versetzte ganz Deutschland in Angst und Schrecken. Jedes Mal, wenn ein Gemüse in den Verdacht fiel, Träger des Erregers zu sein, wurde es sofort aus dem Handel genommen. Den Gurken erging es so, den Tomaten, den Blattsalaten genauso wie allerlei Arten von Sprossen. Am Ende waren es Bockshornkleesamen aus Ägypten, die für die Epidemie verantwortlich waren.

Heute nun erklärten die Behörden die EHEC-Welle offiziell für beendet. Seit Juli sei kein neuer Fall mehr aufgetreten, hieß es von Seiten des Robert-Koch-Instituts. Doch welche Lehren haben wir aus der EHEC-Krise, für deren Management Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) heftige Kritik einstecken musste, gezogen? Fragen an Oliver Grieve vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, in dem ein großer Teil der Fälle behandelt wurde.