Die Summe der einzelnen Teile | Die Stadt der Zukunft

Die intelligente Stadt

26.09.2017

Selbstfahrende Autos, intelligente Kleidung und überall Kameras. So könnte sie aussehen, die Stadt der Zukunft. Trendforscher Sven Gábor Jánszky erzählt auf einem Stadtspaziergang, wie sich urbane Räume in den nächsten 30 Jahren verändern werden.

Individuell, individueller, Zukunft

Trendforscher Sven Gábor Jánszky beschäftigt sich hauptberuflich mit der Zukunft. Er meint, genau zu wissen, wie sich unsere Städte in den nächste Jahren verändern werden:

Die futuristische Technik konzentriert sich darauf, für jeden Einzelnen und für jedes Problem die perfekte Lösung zu finden. Eine Grundlage dafür ist zum Beispiel Augmented Reality. Mithilfe einer Brille, die alle wichtigen Informationen auf zwei Brillengläsern abbildet, wird irgendwann jeder seine ganz eigene Realität haben. Denn zwischen Netzhaut und wirklicher Welt spielt sich dann eine Art dauerhafter Film ab, der auf unseren ganz persönlichen Bedürfnissen beruht. Werbeflächen werden so zum Beispiel nicht für alle einheitlich bespielt, sondern können auf die Zielgruppe angepasst werden.

Um so individuell auf jeden Menschen einzugehen, braucht es dauerhafte Datenanalyse. Damit sind gerade Datenschützer nicht einverstanden. Aber „den Datenschutz“ wird es wahrscheinlich auch nicht für immer geben.

Jeder wird genau den Datenschutz bekommen, den er braucht. Also selbst der Datenschutz wird Ergebnis von Datenanalyse sein. – Sven Gábor Jánszky, Trendforscher

Nützliche Helfer?

“Die Summe der einzelnen Teile” wird präsentiert von teilAuto.

“Die Summe der einzelnen Teile” wird präsentiert von teilAuto.

Schon jetzt kommt kaum noch einer ohne Maps und Suchmaschinen zurecht. Schnell abrufbare Informationen bleiben uns auch in den nächsten 30 Jahren erhalten.

Der Unterschied von heute zu in dreißig Jahren ist, dass wir dann nichts mehr eingeben müssen. Das System erkennt automatisch, was man in einem bestimmten Moment braucht – wahrscheinlich noch bevor man es selbst überhaupt weiß. – Sven Gábor Jánszky

Dazu gehört natürlich ein permanenter Gesundheitscheck. Den übernehmen bald aber nicht mehr nur Ärzte, sondern auch Alltagsgegenstände wie Kleidung, Zahnpasta oder Toiletten. Pizza aus dem 3D-Drucker verspricht uns Jánszky auch. Stellt sich nur die Frage, ob man sich die wirklich gönnen will, wenn der Badezimmerspiegel am nächsten Morgen die körperliche Verfassung einschätzt.

Sven Gábor Jánszky ist Trendforscher und CEO des Zukunftsforschungsinstituts „2b AHEAD ThinkTank“. Seit 15 Jahren treffen sich auf seine Einladung 300 CEOs und Innovationschefs der deutschen Wirtschaft. Sie entwerfen Zukunfts-Szenarien und Strategieempfehlungen für die kommenden zehn Jahre. Jánszky ist Autor von fünf Büchern. Das Aktuelle heißt „Recruiting Dilemma“ und beschäftigt sich mit der Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes hin zur Vollbeschäftigung und dem Niedergang der Langzeitfestanstellung.

Bei einem Stadtspaziergang durch Leipzig hat Trendforscher Sven Gábor Jánszky detektor.fm-Moderator Christian Eichler erzählt, wie eine intelligente Stadt in 30 Jahren aussehen könnte.

dvag-zukunftsforum-tag2-1007Nach unserer Prognose werden die meisten Menschen den Nutzen von den Sensoren und Kameras sehen. Denn sie geben uns Hinweise, wie wir unser Leben effektiver, schneller, schöner, mehr auf uns angepasst gestalten können. Sven Gábor JánszkyTrendforscher und Leiter des 2b AHEAD Think Tanks. Foto: 2b AHEAD 

Redaktion: Dorothea Günther 


Die Serie über Sharing Economy, das Leben in der Stadt und neue Formen des Besitzens wird präsentiert von teilAuto – Carsharing in Mitteldeutschland