Diskussion um die Rente: Wie gut ist das Konzept der SPD?

24.09.2012

Die SPD beteiligt sich an der Diskussion um die Rente. Heute hat der Vorstand das Rentenkonzept von Parteichef Sigmar Gabriel gebilligt. Es soll Zehntausenden eine abschlagsfreie Rente ermöglichen – und das mitunter schon vor dem 65. Lebensjahr. Ein gutes Konzept?

SPD-Parteichef Sigmar Gabriel hat für sein Rentenkonzept Unterstützung vom Vorstand bekommen. Foto: © Christoph Soeder/dapd

Leiter der «Forschungsabteilung Arbeitsmarkt, Integration und Mobilität».Dr. Martin BrussigLeiter der «Forschungsabteilung Arbeitsmarkt, Integration und Mobilität». 

Ein Jahr vor der Bundestagswahl sucht die SPD nach geeigneten Rentenkonzepten. Parteichef Sigmar Gabriel will eine abschlagsfreie Rente ermöglichen – und das schon vor dem 65. Lebensjahr.

Der SPD-Vorstand hat das Rentenkonzept heute gebilligt – eine Entscheidung um das Rentenniveau steht jedoch noch aus und ist auf November vertagt.

Das neue Rentenkonzept sieht vor, dass Arbeitnehmer, die 45 Versicherungsjahre aufweisen, ohne Abzüge in den Ruhestand gehen können. Als Versicherungszeit gelten dabei auch Pausen für die Kindererziehung oder Zeiten der Arbeitslosigkeit.

Vom Konzept könnten gut 200.000 Beschäftigte, hauptsächlich aus der Industrie und dem Handwerk, profitieren.

Gabriels Vorschlag sieht zudem eine Grundsicherung für Geringverdiener und Langzeitarbeitslose vor. Die sogenannte „Solidarrente“ soll 850 Euro betragen und der Altersarmut vorbeugen.

Über das Rentenkonzept der SPD haben wir mit Martin Brussig vom Institut für Arbeit und Qualifikation an der Universität Duisburg Essen gesprochen.