Fußball-WM 2022 in Katar

WM 2022: Public Viewing auf dem Weihnachtsmarkt

24.02.2015

Sommer und Fußball gehören zusammen. Denn Weltmeisterschaften lassen sich am schönsten draußen feiern. Doch 2022 dürfte das anders laufen. Denn die FIFA will die WM in Katar jetzt doch im Winter austragen. Sommermärchen adé?

Oh, du seelige Weihnachtszeit – mit ihr könnte es 2022 vorbei sein. Denn sollte die Fußballweltmeisterschaft in Katar wirklich, wie heute angekündigt, vom Sommer auf den Winter verlegt werden, finden die Spiele mitten im Advent statt. Aus luftigen Fantrikots könnten dicke Deutschlandpullis werden. Public Viewing bei Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt?

Es ist zu heiß

Schuld an der Misere ist der Sommer im Gastgeberland Katar. Denn bei Temperaturen um die 50 Grad Celsius, hält es auch kein Profikicker auf dem Platz aus. Und auch die Fans werden auf den Tribünen mehr schwitzen als mitfiebern. Lösen wollte Katar das Hitzeproblem bisher mit Klimaanlagen. Sie sollten in jedem der insgesamt elf Stadien installiert werden und die hohen Temperaturen auf angenehmere Werte herunterkühlen.

Trotz umweltfreundlicher Stromversorgung durch Solaranlagen auf den Stadiondächern stieß der Lösungsvorschlag auf viel Kritik. Laut Medienberichten seien Klimaanlagen für ganze Stadien viel zu teuer und unzuverlässig.

Drohendes Sportchaos

Dass die Weltmeisterschaft in Katar nun offenbar in den Winter verschoben wird, bringt die ganze Sportwelt durcheinander. Der Ärger mit Winter-Sportlern und Medienunternehmen ist quasi vorprogrammiert. Müssen doch vor dem quotenträchtigen Fußball alle anderen Sportarten weichen.

Dem Veranstalter, der Fifa, droht laut verschiedenen Medien eine Klage, wenn die WM im Winter stattfindet. Da das Turnier eigentlich für den Sommer ausgeschrieben worden ist, könnten Bewerber wie die USA, Australien oder Japan eine Neuausschreibung fordern.

Über eine Fußball-WM auf dem Weihnachtsmarkt hat Moderatorin Doris Hellpoldt mit Tim Jürgens gesprochen. Er ist stellvertretender Chefredakteur von 11 Freunde.

stv. Chefredakteur bei «11 Freunde».Natürlich hätte man das alles voraussehen können. Ich glaube, da hat sich die Fifa nicht viele Gedanken gemacht. Wer auch immer sich da was zugeschustert hat, damit die Vergabe zustande kommt. Das wird man wahrscheinlich nie richtig nachvollziehen können.Tim Jürgensist stellvertretender Chefredakteur des Fußballmagazins 11 Freunde. 
Fußball-WM | Public Viewing auf dem Weihnachtsmarkt

Redaktion: Marie-Kristin Landes