Gartenradio | Die Oase En Gedi

Sodomapfel und Grünkohl

04.06.2018

Es gibt fast keinen Regen und keinen fruchtbaren Boden. Trotzdem ist in nur 60 Jahren, am Ufer des Toten Meeres eine Oase mit biblischer Pflanzenvielfalt gewachsen. Mitten drin wohnt und arbeitet Gundi Shachal aus Siegen.

Oase En Gedi

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Sodomapfel und Grünkohl

Wir haben eines Tages Gewächshäuser abgeschafft, weil sich der Verkauf von Zimmerpflanzen nach Europa nicht mehr lohnte und da waren Pflanzen übrig. Da haben wir hier einen Gummibaum und da einen Ficus Benjamin eingepflanzt und die haben sich prächtig entwickelt. – Gundi Shachal

Schon in der Antike war die Oase En Gedi berühmt. Die Terrassenförmig angelegten Gärten wurden mit den hängenden Gärten von Semiramis verglichen. Die Fruchtbarkeit verdankt En Gedi den vier Quellen, die die Siedlung, damals wie heute, mit Wasser versorgen. Im Wadi Arugot und im Wadi David kann man Wanderungen entlang der Wasserläufe bis zu spektakulären Wasserfällen unternehmen.

Vor allem zwei Pflanzen haben der Oase schon seit der Antike zu Wohlstand verholfen. Die Dattelpalme und der Balsam. Während die Dattelpalme immer ihren Platz in der Oase und auch im Botanischen Garten behauptet hat, war der Balsam über Jahrhunderte verschwunden. Dabei war er berühmt als Heilmittel und Duftstoff. Wie er verarbeitet wurde, war das wohlgehütete Geheimnis der jüdischen Gemeinden. Als diese im 7. Jahrhundert von den Persern vertrieben wurden, nahmen sie ihr Geheimnis mit. Und damit verschwand nicht nur das Know-How der Balsam-Verarbeitung, sondern auch die Pflanze selbst aus En Gedi.

Warum der Balsam vor ein paar Jahren wieder nach En Gedi geschmuggelt werden musste, was das Besondere der Dattelpalme ist, wie Gundi Shachal im Kibbuz lebt und was der Grünkohl für eine Rolle spielt – das alles sind Geschichten in dieser Folge vom GartenRadio. Eine Sendung von Heike Sicconi und Stefan Quilitz.

Hier geht’s zur Folge.


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