Geplante Maßnahmen der EU – Kampf dem Glimmstängel!

19.12.2012

EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg hat heute neue Maßnahmen gegen das Rauchen vorgestellt. Aber wie wirkungsvoll sind die Vorschläge zur Prävention?

Die Zigarette gehört immer noch zu den größten Gesundheitsrisiken. Durch neue Maßnahmen will die EU den Griff zum Glimmstängel nun unattraktiver machen. Foto:© Sebastian Willnow/dapd

Im Jahr 2010 sind weltweit rund 6,3 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums gestorben. Für EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg Grund genug, dem Rauchen entschieden entgegenzutreten.

Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum.Martina Pötschke-LangerLeiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum. 

Warnhinweise und drastische Fotos zur Abschreckung

Der Politiker stellt heute seine Vorschläge im EU-Parlament vor, wie man das Rauchen für die Menschen unattraktiver machen kann. Dazu sollen Warnhinweise und abschreckende Fotos knapp 80 Prozent der Zigarattenschachteln einnehmen. Außerdem will Borg Geschmackszusätze in den Glimmstängeln verbieten lassen. Das würde auch das Aus für Helmut Schmidts geliebte Menthol-Zigaretten bedeuten.

Die Tabakindustrie hat schon im Vorfeld Widerstand gegen die Vorschläge angekündigt und droht mit einer Klage, sollten die Maßnahmen wie erwartet umgesetzt werden.

Wie wirkungsvoll die neuen Regelungen sind, darüber haben wir mit Martina Pötschke-Langer gesprochen. Sie ist die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum und entschiedene Tabak-Gegnerin.

Es sind eine Fülle an Maßnahmen notwendig, um eine wirksame Tabak-Prävention zu betreiben. – Martina Pötschke-Langer