Großelternzeit: Kristina Schröder will Oma und Opa als Erzieher

15.03.2012

Kinder, Job, Familie – das ist für viele schwer unter einen Hut zu kriegen. Familienministerin Schröder plant deshalb eine Großelternzeit. Ist sie der Schlüssel für ein flexibleres Zeitmanagement für junge Eltern?

Alle Großeltern können künftig Elternzeit nehmen. Diese wird aber nicht bezahlt. Wo ist der Unterschied zu unbezahltem Urlaub?/ Foto ©  Jens-Ulrich Koch/ dapd

Unter dem Titel „Zeit für Familien“ hat Kristina Schröder den achten Familienbericht vorgestellt. In Zukunft sollen nicht nur Eltern eine berufliche Auszeit nehmen können, sondern auch Großeltern. Die Familienministerin schlägt vor, eine so genannte Großelternzeit einzuführen.

Geschäftsführerin des Zukunftsforum Familie e.V.Barbara KönigGeschäftsführerin des Zukunftsforum Familie e.V. 

Die Großelternzeit soll dabei wie die dreijährige Elternzeit gestaltet werden. Allerdings ohne Bezahlung, denn bis jetzt sind keine finanziellen Mittel im Ministerium vorgesehen.

Dabei wünschen sich viele junge Eltern eher Krippenplätze, flexiblere Arbeitszeiten oder mehr Kindergärten, die dann auch sehr früh morgens und spät abends offen sind. Und schon heute gibt es für Großeltern die Möglichkeit eine Auszeit im Beruf zu nehmen. Allerdings nur in besonderen „Härtefällen“. Das gilt nur, wenn ein Elternteil minderjährig ist oder sich noch in der Ausbildung befindet.

Über den Vorschlag, die Großelternzeit zu erweitern und darüber welche Möglichkeiten es gibt, jungen Eltern mehr Zeit zu verschaffen – darüber haben wir mit Barbara König vom  Zukunftsforum für Familie e.V. gesprochen.

Großelternzeit: Kristina Schröder stellt neues/altes Konzept vor