Gute Nachrichten – Die Webseite „Meine Depression“

Mehr als "nur" traurig - Depressionen sichtbar machen

22.04.2015

Trotz aller Beteuerungen: Depressionen sind nach wie vor ein Tabuthema und Depressive sind stigmatisiert. Das liegt auch daran, dass viele keinerlei Vorstellung davon haben, was genau diese Krankheit bedeutet. Die Webseite "Meine Depression" will das ändern - und sammelt Berichte rund um Diagnosen, Selbsterkenntnis und die kleinen und großen Hochs und Tiefs.

Klar, die Krankheit ist schlimm. Aber nicht weniger schlimm ist, dass so viele das totschweigen. So hört man es nicht selten von Menschen mit Depressionen, oder deren Angehörigen.

dominik schott

Dominik Schott ist einer der beiden Köpfe hinter der Seite.

Natürlich ist das Thema auch sensibel. Wie damit umgehen? Menschen ungefragt davon erzählen? Ein Tagebuch schreiben? Gar nix sagen? Fest steht: will man die Schweigespirale brechen, muss Öffentlichkeit her.

Jana Seelig und Dominik Schott haben sich das auch gedacht – und einfach mal Fakten geschaffen. Sie haben eine Seite online gebracht. „Meine Depression“ heißt die, und hat ein Ziel: jede und jeder soll einfach so berichten können. Von der eigenen Depression und wie man sie erlebt.

Marcus Engert hat sich das einmal angeschaut, mit Jana Seelig darüber gesprochen und stellt im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Theresa Nehm die Seite vor.

Bonus: Das Interview mit Jana Seelig

Wie kam es zu der Idee? Warum haben sie die Seite gestartet? Und wie gehen Sie mit Einreichungen um, bei denen sich zeigt, dass jemand in einer akuten ernsthaften Notlage ist? Über das und mehr haben sich Marcus Engert und Jana Seelig unterhalten – das Gespräch gibts hier zum Nachhören:

jana seeligSchob den Hashtag #notjustsad auf twitter mit an, schreibt derzeit das Buch "Minusgefühle" und hat nun gemeinsam mit Dominik Schott "Meine Depression" gestartet:Jana SeeligAutorin und Bloggerin aus Berlin 

präsentiert die ‚Guten Nachrichten‘.

Gute Nachrichten“ werden präsentiert von der GLS Bank – der ersten sozial-ökologischen Universalbank der Welt.


„Gute Nachrichten“ – unter diesem Titel stellen wir jeden Mittwoch Projekte, Initiativen und Firmen vor, die etwas besser machen wollen. Arbeit verbessern, Wirtschaft und Moral in Einklang bringen, den Umweltschutz voranbringen, fair produzieren, nachhaltig wirtschaften oder kulturell bereichern.

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