Zahlen, bitte! Konfessionslose und Gläubige in Deutschland

Deutschland, wie hältst du's mit der Religion?

09.05.2016

Der Katholikentag steht vor der Tür. Der Evangelische Kirchentag ist noch ziemlich genau ein Jahr hin. Beide müssen sich fragen lassen, ob sie zurecht öffentliche Fördermittel einstreichen. Da kommt die Frage, die "Zahlen, bitte" in dieser Woche aufwirft, genau recht: Wie viele Menschen in Deutschland sind eigentlich gläubig, wie viele sind Konfessionslose? Und wie hat sich das über die Jahre entwickelt?

Konfessionslose in Deutschland – die Zahlen

Es ist Montag – und damit Zeit, einer „gefühlten Wahrheit“ mal eine „reale Wahrheit“ gegenüberstellen. Wir tun das in Kooperation mit Katapult, dem Magazin für Kartografik und Sozialwissenschaft. In der einen Woche sprechen wir über die „Karte der Woche“ – und in der Woche darauf heißt es dann immer: „Zahlen, bitte!“

Und „Zahlen, bitte!“ ist auch heute unser Motto. Es geht um die Frage: „Wie hältst du’s mit der Religion?“ Oder anders: Wie viele Menschen in Deutschland sind Konfessionslose? Die Zahlen zeigen: Hier war in den letzten 40 Jahren Bewegung drin.


Zum Hintergrund: der Anteil der Konfessionslosen hat sich in 43 Jahren deutlich erhöht. Die meisten Gläubigen hierzulande sind katholisch, mit fast 30 Prozent, dicht gefolgt von der evangelischen Kirche mit 28,9 Prozent. Muslime kommen auf 2,6 Prozent. Mit 34 Prozent ist die Gruppe der Konfessionslosen also am größten. Zählt man alle Christen zusammen, gewinnen die allerdings das Rennen: und zwar recht deutlich mit über 60 Prozent.


Update vom 10.05.2016: Unsere Hörerin Ute Thalheim wies uns darauf hin, dass in dieser Statistik für die Jahre vor 1990 ohne die Zahlen aus der DDR gearbeitet wird. Da die neuen Bundesländer in den Zahlen nach 1990 allerdings eingearbeitet sind, kann dies zu Missverständnissen in der Deutung der Studie führen. So ist es in der Tat eher unwahrscheinlich, dass sich der Anteil Konfessionsloser zwischen 1987 und 1990 verdoppelt hat.


 

Die „Karte der Woche“ und „Zahlen, bitte!“
in Kooperation mit

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macht Fakten statt gefühlte Wahrheiten.