Kriegschauplatz Internet? – Ein Thema auf der 48. Münchner Sicherheitskonferenz

03.02.2012

Weltkrieg, Kalter Krieg, jetzt Cyberwar? Staaten rüsten immer mehr für den Krieg im Internet auf. Doch wie groß ist die Bedrohung durch die neuen "Netz-Soldaten"?

Das NCAZ: Eine Kooperation deutscher Sicherheitsstellen auf Bundesebene zur Abwehr von Cyberangriffen gegen IT-Infrastrukturen in Deutschland. / Foto: © Roberto Pfeil/dapd

Politikwissenschaftler, forscht und promoviert zu regulatorischen und organisatorischen Aspekten von Internet-SicherheitAndreas SchmidtPolitikwissenschaftler, forscht und promoviert zu regulatorischen und organisatorischen Aspekten von Internet-Sicherheit 

Heute hat die 48. Münchner Sicherheitskonferenz begonnen. Die Themen der dreitägigen Konferenz sind der Abzug des Militärs aus Afghanistan, das Problemfeld Iran – und die Sicherheit im Worldwide Web. Letzteres ist spätestens seit dem Computerwurm Stuxnet und den Angriffen auf die Atomanlagen im Iran ein wichtiges Schlachtfeld von Staaten.

Laut einer Studie des IT-Sicherheitsunternehmen McAffee findet ein starkes Wettrüsten der Nationen im Netz statt. Sie belegt sogar, daß 36% der Befragten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik der Abwehr von Cyber-Angriffen die gleiche Bedeutung wie der Raketenabwehr beimessen.

Werden globale Konflikte demnächst also im Internet ausgetragen? Und wie kann sich darauf eingestellt werden? Darüber sprechen wir mit dem Politologen und Cyberwar-Forscher Andreas Schmidt, der zu diesem Thema gerade promoviert.