Studie: Verbindung von Lernerfolg und Freizeit

Bewegung für bessere Noten

19.06.2019

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hat ergeben, dass die Freizeitaktivitäten von Grundschülerinnen und -schülern einen großen Effekt auf deren Lernerfolg haben.

Freizeitgestaltung von Grundschülern

Gitarrenunterricht, Fußball oder Handball. Oder doch Fernsehen und Videospiele in der Freizeit? Was Kinder außerhalb der Schule machen, wirkt sich stark auf ihre schulischen Leistungen aus. Das hat eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) herausgefunden. Die Studie hat das Freizeitverhalten von 4. 000 Viertklässlerinnen und Viertklässlern untersucht.

Demnach erzielen die Schüler und Schülerinnen eher einen Lernerfolg, wenn sie einen regelmäßigen Ausgleich haben. Der Effekt von regelmäßigem Sport und Musikunterricht hat sich dabei am meisten auf die Leistungen in den Fächern Mathematik und Deutsch sowie auf die Konzentrationsfähigkeit ausgewirkt.

Medienkonsum und Ganztagsschulen

Auch der Medienkonsum von Grundschülern wurde mit in die Studie einbezogen. Denn heutzutage gibt es wohl kaum noch ein Kind, das nicht regelmäßig Computer spielt oder Fernsehen schaut. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Kindern, die nicht übermäßig Medien konsumieren, bessere soziale Fähigkeiten attestiert werden.

Kinder, die Sport machen, sind einfach ruhiger und können sich besser konzentrieren. – Wido Geis-Thöne, Ökonom des Instituts der deutschen Wirtschaft

Interessanterweise hat Nachmittagsunterricht nur einen geringen Effekt auf die schulischen Leistungen. Laut der IW-Studie gibt es kaum nennenswerte Unterschiede im Lernerfolg zwischen Halb- und Ganztagsschülern. Der Ökonom Wido Geis-Thöne und seine Kollegin Ruth Maria Schüler schlussfolgern daraus, dass der Ganztagsbetrieb vor allem Nachbesserungen in Ausstattung und Personal braucht.

Über die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft und deren Ergebnisse hat detektor.fm- Moderatorin Amelie Berboth mit Wido Geis-Thöne gesprochen.

FreizeitMusik steigert einfach die Konzentrationsfähigkeit und hilft den Kindern, sich mit Dingen zu beschäftigen.Wido Geis-Thönevom Institut der deutschen Wirtschaft. 

Redaktion: Frederik Trautmann