Magische Nacht in Liverpool und großer Abstiegskampf-Samstag

"Fußballgott, was hast du für 'ne Meise?!"

15.04.2016

Alle, die das Europa-League-Rückspiel zwischen Liverpool und BVB am Abend nicht sehen konnten, haben ein „unglaubliches Spiel" verpasst. Auch Alexander Ibenhain von Sport1.FM schwärmt immer noch davon. Außerdem erklärt er die Auswärtstor-Regel, damit man die wichtigsten Fußballereignisse dieser Woche noch besser versteht.

Europa League: Euphorie in Liverpool

Ja, es gab auch ein bisschen Champions League diese Woche, aber alles ist am Donnerstagabend vom magischen 4:3 zwischen Liverpool und Borussia Dortmund an der Anfield Road in den Schatten gestellt worden. Das Europa League-Rückspiel zwischen Jürgen Klopps Mannschafts-Gegenwart und -Vergangenheit lässt heute noch Nachrichtensprecher und Sportreporter gleichermaßen schwärmen. Alexander Ibenhain von Sport1.FM gerät aber nicht nur in Verzückung, sondern erfüllt auch einen Bildungsauftrag, indem er die Auswärtstorregel erklärt. Ohne die, so sagt er, versteht man die Fußballereignisse dieser Woche nicht. Seine Kurzdefinition: „Die Auswärtstorregel ist als Belohnung gedacht für mehr geschossene Tore auf fremden Platz.“

4:3 in 90+1 im „geilsten Stadion der Welt“

Das Hinspiel in Dortmund ging 1:1 aus. In Liverpool stand es gestern Abend vor der Nachspielzeit auch erstmal 3:3. Das heißt – und hier kommt die Auswärtstorregel ins Spiel – Dortmund hat mehr Tore im fremden Stadion geschossen als Liverpool, wäre also in diesem Moment weiter gewesen. Immerhin hatten die Dortmunder mit zwei frühen Toren und dem 3:1 direkt nach der Halbzeitpause den FC Liverpool samt Jürgen Klopp erstmal ziemlich dumm aussehen lassen. Dass Liverpool sich tatsächlich in den folgenden 33 Minuten noch drei Tore und damit am Ende das 4:3 erspielt, darf getrost als spektakulär bezeichnet werden – und ist für die Dortmunder extrem bitter.

Klopp als psychologische Keule

Für den BVB war bei diesem Spiel nicht nur der fremde Platz von Nachteil, sondern auch die Spielpsychologie: Antreten gegen den alten Trainer, der nicht nur alle Schwächen kennt, sondern seine Motivationsmagie jetzt auch für Liverpool einsetzt? Das kann eigentlich gar nicht gut ausgehen. Klopp wiederum hat in Liverpool immer noch den Vorteil, dass er noch keine komplette Saison auf der Insel trainiert. Er kann sich also an Stellen, wo sich seine neuen Jungs eher mittelmäßig schlagen, noch darauf berufen, dass das nicht zu hundert Prozent sein „Material“ ist. Trotzdem hat Klopp in Liverpool schon jetzt Kult-Status erreicht – von Klopp-Schals bis Klopp-Brillen ist alles zu haben.

Fünf mal große Unterhaltung

Vielleicht nicht ganz so spannend wie die Europa League-Spiele, aber für die betroffenen Teams sicher mindestens ebenso emotional wird es am Wochenende in der Bundesliga. Denn am großen Abstiegskampf-Samstag geht es in den fünf gleichzeitigen Spielen für jeweils ein Team um extrem wichtige Punkte. Stehen doch bis zum Saison-Ende nur noch fünf Spiele an. „Jede Niederlage, die man sich hier noch leistet, kann richtig weh tun“, sagt Alexander Ibenhain von Sport1FM im Gespräch mit detektor.fm-Moderatorin Doris Hellpoldt.

Alexander Ibenhain von Sport1Fußball-Gott, was hast du eigentlich für 'ne Meise, dass die beiden im Viertelfinale gegeneinander spielen müssen? Dortmund hat sich, auf Deutsch gesagt, in die Hose geschissen.Alexander IbenhainRedaktionsleiter bei Sport1.FM